Die Zeitschrift "ZUM LEBEN"

2+3 | 2018 - Thema: 70 Jahre Israel – eindrucksvoll wahr geworden!

Liebe Freunde,

Wie war es doch mit den Zehn Geboten? 81 Worte (nach der deutschen Fassung), einfach und klar, und von jedem zu begreifen! Und dann kam die EU-Verordnung über die Krümmung der Banane mit über 8000 Worten. Es folgte die EU-Verordnung über die Krümmung der Gurke mit fast 10.000 Worten. Nur noch Experten können ihr etwas abgewinnen. Und nun kam am 25. Mai die Verordnung über den Datenschutz mit über 50.000 Worten – und niemand sieht mehr durch! Unsere Persönlichkeitsrechte sollen damit geschützt werden. Dabei warten Anwälte schon darauf, wie sie Menschen, die diesen Wust an Regelungen nicht mehr überschauen, mit teuren Klagen überziehen können. Was für ein Chaos! Dies alles wird in irgendwelche Gesetze gegossen, von Politikern in Parlamenten, die noch nicht einmal mit 25 Prozent der Stimmen ihres Volkes gewählt wurden. Dies soll dann für alle 100 Prozent gelten! Aus genau diesen Gründen hat der hochverehrte ehemalige Bundesverfassungsrichter Professor Paul Kirchhof das lesenswerte Buch geschrieben: „Das Gesetz der Hydra – Gebt den Bürgern ihren Staat zurück!“ Wer nicht Wählen geht, begünstigt diese Entwicklung, dass Gruppierungen mit Minderheitsmeinungen der Mehrheit ihren Kurs aufzwingen können. So etwas nennt man erfahrungsgemäß Diktatur. Schon der bedeutende römische Historiker und Senator Publius Cornelius Tacitus (ca. 58-120 n.Chr.) stöhnte darüber: „Früher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen.“

Franz Werfel sagte einst: „Recht ist der Schutz des Menschen durch den Menschen, für den Menschen um Gottes Willen!“ Dies findet in der heutigen Zeit nicht mehr statt! Vor Jahren warnte der ehemalige sächsische Justizminister Steffen Heitmann vor dieser Entwicklung, indem er genau dieses Werfel-Zitat brachte und dann ergänzte: „… aber die Verrechtlichung unserer Gesellschaft schafft neue Unfreiheit durch Bürokratie!“ Bissig könnte man auch sagen ein Idiot reicht aus um, die Arbeit von zehn Genies zunichte zu machen. Und wer meint, er besäße den Durchblick, dem fehlt es nur an den nötigen Informationen. Alles wird im „Entweder/Oder“ entschieden, und nicht im vom jüdischen Denken geprägten „Sowohl/Als auch“.

Viel wichtiger allerdings ist eine ganz andere Frage: Wie schaut es mit meinen beim allmächtigen Gott gespeicherten Daten aus? Die Bibel sagt: „Es ist den Menschen gesetzt einmal zu sterben, danach aber das Gericht!“ (Hebräer 9,27). Wenn ich vor Gott stehe und meine Gerichtsdaten zur Debatte stehen, dann kann ich nicht damit kommen, dass die Europäische Datenschutzverordnung aber das Sammeln dieser Daten verbietet. Da hilft mir nur Einer – und das ist Jesus!

Hier möchte ich Martin Luther zu Wort kommen lassen, auch wenn er im vorgerückten Alter in puncto Juden völlig falsch lag und damit viel Leid über Gottes Volk heraufbeschworen hat! So hat er sein Leben doch an der Gnade und Barmherzigkeit des Allmächtigen festgemacht und schrieb in seinen letzten Tagen: „Mir ist es bisher wegen angeborener Bosheit und Schwachheit unmöglich gewesen, den Forderungen Gottes zu genügen. Wenn ich nicht glauben darf, dass Gott mir um Christi willen dies täglich beweinte Zurückbleiben vergebe, so ist’s aus mit mir. Ich muss verzweifeln. Aber das lass ich bleiben. Wie Judas an den Baum mich hängen, das tue ich nicht. Ich hänge mich lieber an den Hals oder Fuß Christi wie die Sünderin. Ob ich auch schlechter bin als diese, ich halte meinen Herrn fest. Dann spricht er zum Vater: Dieses Anhängsel muss durch. Es hat zwar nichts gehalten und alle deine Gebote übertreten, Vater. Aber er hängt sich an mich! Was will es, ich starb auch für ihn. Lass ihn durchschlüpfen. Das soll mein Glaube sein!“

Die Urlaubszeit liegt vor uns – es kann auch eine Zeit der Vergewisserung sein. Stehe ich mit meinen Daten im Buch des Lebens. In Offenbarung 20,12+15 steht: „…und ein anderes Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. … Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in das Buch des Lebens, der wurde geworfen…“ Lest selbst nach! Unsere Daten sind sowieso alle beim Allmächtigen gespeichert. Auch die Haare auf unserem Kopf sind alle gezählt. (Matthäus 10,30) Es geht um unser Leben. Also, was hindert uns daran, ihm unser Leben zu geben, denn er wird es wohl machen. LeChaim!

Ihr/Euer Wilfried Gotter