Die Zeitschrift "ZUM LEBEN"

2+3 | 2019 - Thema: Der Golan gehört zu Israel

Liebe Freunde,

Vieles was uns derzeit in dieser unserer Welt begegnet, ist schwer verständlich. Wenn wir unsere Politik anschauen, Europa und die Wahlen, die Wahlen in Israel und so Vieles mehr, dann fasst man sich oft an den Kopf und greift ins Leere! Im kirchlichen und gemeindlichen Bereich ist es nicht viel anders.

Und Muslime in Europa müssen annehmen, dass ihnen das christliche Europa von Allah in die Hand gegeben ist. Immer öfter und immer deutlicher unterwerfen sich die christlichen Abendländer islamischen Vorstellungen und Forderungen. Und es sind immer wieder die Volkskirchen in Deutschland, die dem Islam den Weg freibaggern. Grundübel ist dabei, dass dem Volk immer wieder eingeredet wird, der Gott der Christen sei derselbe wie Allah. Man bräuchte Muslimen nicht das Evangelium zu sagen, denn sie glauben ja an denselben Gott. Deshalb grüße ich Euch mit zwei aktuellen Strophen aus dem alten Pfingstlied von Philipp Spitta, „O komm, du Geist der Wahrheit“:

„Unglaub und Torheit brüsten sich frecher jetzt als je; darum musst du uns rüsten mit Waffen aus der Höh. Du musst uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu und musst uns ganz befreien von aller Menschenscheu. Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit, ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit, trotz aller Feinde Toben, trotz allem Heidentum zu preisen und zu loben das Evangelium.“

 

Wir Christen haben in dieser Zeit nicht etwa die Bibel falsch verstanden, sondern unser ungehorsames Herz lehnt es ab, ihre eindeutigen Anweisungen zu befolgen. Deshalb glauben viele Menschen, auch die sich zumindest noch nominell zum Christentum zählen, einfach alles – es darf nur nicht in der Bibel stehen!

Wenn ich an meine Jugendzeit denke, da hieß es immer von den älteren Mitchristen: „Ihr seid noch jung, Ihr werdet Euch Eure Hörner schon noch abstoßen!“ Je älter ich werde, desto deutlicher merke ich, dass dieser Weg des „Hörnerabstoßens“ ein Weg der Kompromisse war. Je mehr Kompromisse mit Gottes Wort, desto schlaffer das Glaubensleben! Und dies hat schlussendlich auch zu so mancher Glaubenskrise bei mir geführt, aus der ich letztlich nur durch Buße, Umkehr und Vergebung herausgekommen bin. Hier kann sich ja einmal jeder selbst prüfen! Der gnädige und barmherzige Gott will uns auf alle Fälle durch sein Wort begegnen. „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns – und er kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn nicht auf!“ (Johannes 1,14 u. 11) Wenn wir aber dieses Sein Wort aufnehmen, dann macht es uns Beine in die richtige Richtung.

Wir wollen, dass Jesus Christus nicht nur dem Worte nach, sondern auch in der Praxis die Herrschaft über unser Leben antrete. Denn es ist ein Ding, „Herr, Herr“ zu sagen, und ein anderes, den Geboten des Herrn zu folgen. Wir mögen singen „Jesus Christus herrscht als König“ und uns über den laut dröhnenden Schall der Orgel sowie über den melodischen Zusammenklang vieler Stimmen freuen, und doch haben wir noch gar nichts getan, bevor wir nicht im nüchternen Alltag die Welt hintenan stellen und unser Angesicht der Stadt Gottes zugewandt haben. Erst wenn Glaube zum Gehorsam wird, ist er wahrhaftiger Glaube. In unserem Pfingstlied heißt es auch: „Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit die scharf geschliff´nen Waffen der ersten Christenheit.“ Der Brief des Paulus an die Epheser sagt es uns ebenfalls eindringlich:

„Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist. (Epheser 6,16+17) Dass wir uns dies in unserem Alltag zu Nutze machen, das wünsche ich Euch allen in der vor uns liegenden Zeit!

Ihr/Euer Wilfried Gotter
Er segne Euch alle mit seinem Schalom!