Ich denke bei allem Respekt vor einem Bischofsamt, Herr Bohl ist ein Heuchler!
Aus meiner Sicht der Dinge ist Er der Kirchenspalter und nicht das Evangelisationsteam, das letztlich nur auf die Gültigkeit der Bibel hinweißt. Gerade in diesen Dingen hat ein Bischof Richtlinienkompetenz und wenn er sagt Basta dann ist Basta! Hat er aber nicht.
Den selben Konflikt was die Frage der Homosexualität betrifft hatten wir 1985/86 schon einmal in der sächsische Landeskirche: Bei einer Jugendevangelisation mit Dr. Theo Lehmann in Mittweida wurde im damals üblichen Fragekasten in dem Jugendliche ihre Fragen stellen konnten, die dann am nächsten Abend öffentlich beantwortet wurden, genau danach gefragt was die Bibel zum Thema Homosexualität sagt. Dr. Lehmann las die einschlägigen Bibelstellen vor als plötzlich der damalige Gemeindepfarrer aufsprang und Pfarrer Lehmann als Lügner usw. aufs übelste beschimpfte. Und dies in einer vollen Kirche.
Ich sah mich als Leiter der Mitarbeitermannschaft genötigt den Pfarrer, der mit großer Streitlust die Frage nach dem Bibelverständnis aufwarf, an die frische Luft zu setzten, da dies bei einer Evangelisation so nicht hingehört. Die Folge war Krach bis hin zum Bischof. Dieser hat uns dann mündlich zugesichert, solange er Bischof sei werde dieses Thema nicht öffentlich besprochen und homosexuelle Pfarrer die ihre Homosexualität leben, ließe er nicht ins Pfarrhaus. Sein Nachfolger hat diesen Standpunkt übernommen und wir sind als Sachsen damit gut gefahren.
Als Herr Bohl ins Bischofsamt kam, gab es wahrscheinlich keinen mehr in der Synode der ihm diese Frage gestellt hat. Ich hatte zu dieser Zeit die Landeskirche bereits verlassen. Ich hatte begriffen, Änderungen kann es in der Kirche nur geben, wenn man Ihr die Finanzmittel entzieht.
In der EKD Synode hat Herr Bohl von Anfang für den §39 des Pfarrerdienstgesetzes gestimmt und war nun vor seinen Kollegen in der EKD in der Pflicht, das auch in Sachsen durchzuziehen. Dies hat er nun geschafft und es ist in der Tat ein beispielloser Vorgang, wie ein aus dem Saarland zugereister Pfarrer unsere Sächsische Landeskirche kaputtmacht.
Die Frage nach dem Schriftverständnis wird auch die Diskussion der Zukunft sein.
Hier sind bereits viele Dämme gebrochen.
Der Begriff Abtreibung ist auch in der Kirche schon lange sprachüblich und das obwohl hier ein Mensch im Mutterleib getötet wird. Und das ist auch das Ziel beim Thema Homosexualität. Denn letztlich will man den Gemeinden auch noch Aufdrücken, dass homosexuelle Partnerschaften gesegnet werden. So erzählte es ein Synodaler am Rande der Sitzung auf der man vorher gerade beschlossen hatte homosexuelle Pfarrer in Pfarramt zu lassen – diese Verbindungen seien aber doch gar nicht gesegnet also müsse man doch die schwulen Pfarre erst einmal segnen. Die Bibel sagt im Galaterbrief: „Irret Euch nicht Gott lässt sich nicht spotten, denn was der Mensch sät das wird er auch ernten“ . Der Rückgang der Bevölkerungszahlen in Sachsen und ganz Deutschland hat wohl etwas mit Abtreibung zu tun. Das Thema Homosexualität wohl noch mehr, nur das hier noch Aids und Anderes hinzukommt.
Für uns als einfache und normale Christen sollte aber diese ganze Entwicklung ein Weckruf sein. Das was in der Bibel steht ist wahr! Und das eine ethische Frage keine Heilsbedeutung hat ist auch eine glatte Lüge, denn es ist ein Unterschied, ob ich in Unkenntnis handele oder ob ich die Gebote und Worte Gottes als Oberkirchenrat oder Bischof bewusst verfälsche und umdrehe und in kirchliche Verlautbarungen gieße!
Ich bin dem Evangelisationsteam dankbar das es so klar auf die 100%ige Verbindlichkeit des Wortes Gottes hinweist.
Eine Struktureinheit wie ein Landeskirche möge darüber ruhig zerbrechen. Es ist nicht das Ende des Christentums in Sachsen, vielleicht ist eine Chance die Gemeinde Jesu, die zu aller erst Ortsgemeinde ist, neu auf den Weg zu bringen, damit sie auch beim Vater im Himmel ankommt.
Wir tun allemal gut daran das wir uns eins machen mit dem Lied von Nicolaus Ludwig von Zinzendorf, der auch schon zu seiner Zeit Schwierigkeiten wegen des Einstehens für die unbedingte Wahrheit der Bibel hatte:
Herr, dein Wort die edle Gabe, diesen Schatz erhalte mir, denn ich zieh es aller Habe und dem größten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhen? Mir ist nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun.
Und auch der zweite Vers gehört dazu:
Halleluja Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, dass ich mög in deinem Namen fest bei deinem Worte stehn. Lass mich eifrig sein beflissen, die zu dienen früh und spat und zugleich zu deinen Füßen sitzen, wie Maria tat.
Also liebe Mitchristen in Sachsen, dieses Lied von Zinzendorf bringt es auf den Punkt! Wer mit all diesen innerkirchlichen Gezänk nicht mehr zurechtkommt, der muss überlegen ob diese Kirche noch der richtige Platz ist. Wir leben als Christen von unserem Herrn Jesus her und nicht von der Kirche die ihren Mitgliedern das Bibelwort verdreht!
Es gibt die Möglichkeit Hausgemeinden zu gründen, in Freikirchen zu gehen oder einen eigenen missionarischen Hauskreis zu gründen. Ich persönlich halte das Festhalten an der Struktur Landeskirche für Augenwischerei. Warum? Ganz einfach: es ist kein biblisches Prinzip.
Das biblische Prinzip ist die Ortsgemeinde und die weltweite Gemeinde Jesu
und die werden sich verstehen weil der Heilige Geist der Mittler ist! Der Möglichkeiten sind so viele, ob es eine sogenannte Bekenntnissynode richten wird, weiß ich nicht. Sie hat ja kein Geld und die forschen Pfarrer halten sich schon jetzt dezent zurück.
Viele Pfarrer sind ängstlich. Vielleicht geht es Ihnen dann genauso wie Lutz Scheufler, den man heute Predigtverbot erteilt hat, genauso wie Andreas Riedel als Prädikant und ähnlich wie seinerseits Luther durch die Inquisition.
Man kann letztlich nur sagen:
Protestanten nun protestiert auch mal, sonst könnt ihr ja auch katholisch werden!
Schalom Wilfried Gotter
Ehemaliges Mitglied der sächsischen Kirchenleitung


