Am 5. November dieses Jahres ist unser Ehrenvorsitzender und Mitbegründer des Sächsische Israelfreunde e.V. Lothar Klein im Alter von 69 Jahren verstorben. Mit ihm verlieren wir einen Freund, Initiator und Mann der Tat. Sein Engagement hat sich an unzähligen Stellen gezeigt. Es wurde nicht nur in der Gründung und Arbeit unseres Vereines sichtbar, sondern fand vor allem als Mitglied der letzten frei gewählten Volkskammer der DDR, als Abgeordneter des Europaparlamentes oder im Stadtrat von Dresden seinen Ausdruck. Immer war es ihm dabei ein brennendes Herzensanliegen für Israel einzutreten, Versöhnung zu bewirken und Vorurteile gegenüber dem Staat und jüdischen Volk abzubauen. In Israel selbst fand besonders seine Initiative Beachtung, in die gemeinsame Erklärung der Volkskammer die Bitte um Verzeihung gegenüber dem Staat Israel und den Juden weltweit einfließen zu lassen. Sie öffnete Türen und bewirkte Kontakte zu israelischen Persönlichkeiten. Mit seinen Wortmeldungen und Statements sowie der Arbeit an und mit unserer Zeitschrift "ZUM LEBEN" hat Lothar immer wieder für ein fundiertes Argumentieren für Israel gesorgt. Seine letzte große Initiative hat im vergangenen Oktober den ehemaligen Sprecher der IDF, Arye Sharuz Shalicar, vor Gästen und Offiziersanwärtern in Dresden sprechen lassen.
Wir trauern gemeinsam um Lothar Klein und sind doch mit ihm in der Hoffnung vereint, dass er dem ewigen Leben mit unserem Herrn "entgegengestorben" ist, denn "weil wir mit Christus gestorben sind, vertrauen wir darauf, dass wir auch mit ihm leben werden." (Römer 6, 8 NLB) Wir nehmen Anteil und sprechen den Hinterbliebenen und Angehörigen seines Familienkreises unser Beileid aus.
Sie als Gäste ermutigen wir, an dieser Stelle Ihre Kondolenz auszudrücken und über die unten eingefügte Kommentarfunktion ein paar Zeilen zu verfassen. Vielen Dank.
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Mit der Möglichkeit einer Kondolenzspende möchten wir das Engagement von Lothar ehren und diese für Aktionen zur Baumpflanzung in Israel einsetzen. Gern können Sie Ihre Spende unter dem Betreff P631 auf folgendes Konto überweisen:
Sächsische Israelfreunde e.V.
IBAN DE 22 8705 8000 0101 0130 86
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Sparkasse Vogtland
Betreff: P631
(1,9% behält PayPal als Gebühr ein)






Kommentare
Unglaublich ewige Schönheit, die vom D I R ausgeht! ♡
Und im Tod gar hellstes Licht abs. Wahrheit
als Nachweis, Am Yisrael Chai
Wie bei Manfred Mannheimer, unfassbar
#archive.ph/bf6P0
Was D U für uns
jenseits allem Verstehen ♡
Wahrlich, D U fehlst uns ♡ A L L E N ♡
Als Bindeglied zu Politikern in D und Israel hinterlässt er sicher eine Lücke bei den sächsischen Israelfreunden.
Bei aller Trauer, er ist uns vorausgegangen zu Jesus.
Schalom, Birgitt und Günter Schlag
Er trug damals einen schwarzen Anzug mit goldenen Magen David am Revers, weißes Hemd und einen schwarzen Hut. Das hat mir mächtigen Eindruck gemacht.
Kurz vorher hatte ich Leon Uris „Exodus“ gelesen. Das total zerlesene Exemplar dieses Buches war mir von einem Freund aus der Jungen Gemeinde für 48 Stunden geliehen worden - es gab noch zahlreiche andere Bewerber um diese kostbare Lektüre.
Dass christlicher Glaube ohne seine jüdische Wurzel schlichtweg undenkbar ist, war mir damals schon klar. Doch kaum jemand anderes aus meinem damaligen engeren und weiteren Freundeskreis hat das so konsequent und überzeugend bekannt und dafür gelebt wie Lothar Klein.
Bewundernswert auch Lothars politisches Engagement. So sein Entwurf zum Resolutionstext in der Volkskammer vom 12. April 1990 unter dem Titel: „Verantwortung der Deutschen in der DDR für ihre Geschichte und ihre Zukunft“.
Später sind wir uns noch öfter über den Weg gelaufen. So durfte ich als Vorstandsmitglied des ehemaligen Paulinumsverein Berlin e.V. mit Lothar Klein 2018 ein mehrtägiges theologisches Symposium vorbereiten.
Themen waren damals:
Korrelation und Kontinuität des modernen Israel mit dem biblisch-historischem Israel (von Abraham bis Bar Kochba) und dem „wahren Israel“ des NT und dem verheißenen „neuen Jerusalem“
Die Asymmetrie des Nahost-Konfliktes und dessen Wahrnehmung durch die europäische Brille und dessen Darstellung in den deutschen Medien
Die deutsche Staatsräson in Bezug auf Israel und deren praktischer Niederschlag im Handeln herausgehobener Vertreter der deutschen Politik und Öffentlichkeit (Merkel, Schulz, Gabriel, Marx, Bedford-Strohm).
Zionismus – die Staatsdoktrin Israels - als Antwort auf die jahrhundertelange Verfolgungsgeschichte – bestehend in der Schaffung und Erhaltung eines sicheren und zur Verteidigung fähigen Staates für alle vom Antisemitismus Bedrohten. Wenn möglich durch Verhandlungen und Kompromisse, wenn nötig durch militärische Stärke.
Das letzte Mal durfte ich Lothar begegnen zu einem Gemeindeabend in Thalheim am 3. September diesen Jahres. Dass es ihm gesundheitlich nicht gut ging war ihm anzumerken. Über körperliche Probleme aber klagte er nicht. Der seelische Schmerz über den 7. Oktober 2023 und dessen Folgen aber saß ihm tief in den Knochen und fraß an seinem Herzen. Doch wie der greise Simeon (Lukas 2,25) „wartete er auf den Trost Israels und der heilige Geist war mit ihm“.
Nun darf er schauen, was er geglaubt hat.
Schalom Lothar.
Erhoben und geheiligt werde der Name des HERRN in aller Welt, die er nach seinem Willen erschaffen hat, und sein Reich erstehe in eurem Leben und in euren Tagen und dem Leben des ganzen Hauses Israel schnell und in naher Zeit. Sprechet: Amen!
Sieghard Löser, Pfr.i.R.
Ich möchte auf diesem Weg auch im Namen von Luca, dem Vorstand und meinen Kollegen bei Christen an der Seite Israels, unser tief empfundenes Beileid und unsere Anteilnahme ausdrücken.
Lothar war ein unermüdlicher Streiter für das jüdische Volk, das Land Israel, das er so liebte und die Beziehung unseres Landes zu beiden. Mit ihm ist ein echter Pionier der Israelarbeit, ein vorbildlicher Christ und politisch aktiver und geistlich wacher Mann von uns gegangen. Wir werden ihn vermissen, aber wissen uns getröstet bei dem Gedanken, dass wir ihn in der Ewigkeit wiedersehen werden.
Als Wegbegleiter und Freunde von Lothar, bei den sächsischen Israelfreunden wünschen wir euch in dieser Zeit ebenso wie seiner Familie viel Kraft und Trost von unserem himmlischen Vater.
In herzlicher Verbundenheit und im Gedenken.
Liebe Grüße
Josias Terschüren
Bereichsleitung Politik und Gesellschaft
Christen an der Seite Israels e.V.
Das wir uns mit diesem Bibelvers voneinander verabschieden werden, das konnte bei uns keiner ahnen. Gerade aber dieser Spruch charakterisiert dich so, wie wir dich haben kennenlernen dürfen. Dein Gottvertrauen als Basis für all dein Tun, das ist Vorbild und Anspruch der bleiben wird.
Unser letztes gemeinsames Treffen mit Arye Sharuz Shalicar in Dresden war noch ein Moment, der dein unermüdliches Wirken für die Freundschaft mit Israel zum Ausdruck brachte.
Danke das wir dich als guten Freund haben durften!
Ruhe in Frieden lieber Lothar!
Andreas & Claudia Knoblauch
Er hinterlässt eine Lücke.
Sein Vorbild bleibt uns!
Mit großer Dankbarkeit schaue ich auf Lothar Kleins Leben und Schaffen zurück!
In tief empfundener Anteilnahme
Gottfried und Diethild Eichler
Lothar war ein starkten Mann im Glauben, an den Allmächtigen, des Schöpfers des Himmel und Erde und an Jeschua, seinem Erlöser.
Er war sehr klar in seinem geistigen, aber auch politischem Denken. Als ein Werkzeugzeug Gottes zu seiner Zeit stand er bis zum Schluss fest an dem Platz, den der Herr ihm gegeben hat und ganz besonders zu Israel.
Danke Lothar!
Unsere herzliche Anteilnahme gilt auch in besonderweise der hinterbliebenen Familie.
Wir verlieren nicht nur einen lieben Freund, sondern auch Israel verliert einen Menschen, der so viel seines Lebens, seiner Kraft und seines Herzens dafür eingesetzt hat, an der Seite Israels zu stehen, das jüdische Volk zu unterstützen und dem Antisemitismus in all seinen Formen entgegenzutreten.
Über so viele Jahre hinweg war Lothar ein Brückenbauer, eine mutige Stimme und ein Mensch von großer Integrität, der Türen weit über Sachsen hinaus geöffnet hat. Sein Engagement blieb unerschütterlich, selbst in Zeiten persönlicher Herausforderungen. Viele Menschen - in Deutschland, in Israel und weit darüber hinaus - wurden durch sein Wirken und seine Menschlichkeit berührt. Sein Andenken wird weiter inspirieren.
(Bitte nimm) mein aufrichtiges Beileid entgegen, auch im Namen unseres International Commanders Nachman Dyksztejn.
המקום ינחם אתכם בתוך שאר אבלי ציון וירושלים
Möge der Ewige euch trösten unter den Trauernden Zions und Jerusalems.
Möge es dir und allen, die ihn kannten, Trost geben zu wissen, dass sein Vermächtnis stark bleibt und dass er wirklich einen Unterschied gemacht hat.
In herzlicher Anteilnahme,
Marnix van Ede
Lothar war ein enger Freund und Verbündeter, mehrfacher Gast und Redner auf unseren Israelkongressen. Sein jahrzehntelanger Einsatz für Israels Sicherheit und jüdisches Leben kann nicht genug gewürdigt werden. Wir werden unsere Gespräche – auch wenn sie zuletzt zumeist nur telefonisch waren – sehr vermissen. Wie unter der Israelnetz-Meldung so treffend kommentiert wurde: „[Lothar] Klein war ein großer Unterstützer Israels. Mit großem Engagement haben sich seit vielen Jahren unzählige Handwerker aus Sachsen an der Sanierung von Häusern und Wohnungen von Holocaustgeschädigten beteiligt. ‘Hände zum Leben’ ist ihr Motto. Ich bewundere sie, nicht nur fromm zu reden, sondern durch Tun den Juden die Liebe Gottes zu zeigen. Lothar Klein ist da an der richtigen Stelle gewesen. Solche Politiker braucht Deutschland.“
Unser tiefstes Mitgefühl gilt seinen Hinterbliebenen. Wir wünschen ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit. Wir werden Lothar sehr vermissen.
Möge seine Erinnerung für immer ein Segen sein.
Ruhe in Frieden, lieber Lothar Klein, MdEP a.D.
Heute hat mich, wie viele Freunde und Weggefährten von unserem Lothar Klein, die traurige Nachricht erreicht, dass er am 5. November 2025, ein halbes Jahr vor seinem 70. Geburtstag, eingeschlafen ist. Damit verlieren wir eine engagierte Persönlichkeit für den Kampf für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Freistaat Sachsen. Auch sein außerordentliches Wirken für die unverbrüchliche Freundschaft mit Israel, die auch mich inspiriert hat, waren seine Themen bis zum Schluss. Am Mittwoch früh habe ich noch mit ihm telefoniert und wir haben uns über die Situation in Israel nach Trumps Friedensplan ausgetauscht. Wie jedes Jahr war auch dieses Jahr von unzähligen persönlichen Begegnungen in Freundschaft geprägt. Nicht zuletzt trafen wir uns persönlich bei der jährlichen Übergabe des Israelkalender der Sächsischen Israelfreunde in Dresden. Lothar war der Initiator einer Informationsveranstaltung in der Schule des Heeres am 7. Oktober 2025 mit dem ehemaligen IDF Sprecher Arye Sharuz Shalicar. In der letzten Volkskammer und dem Europäischen Parlament hat sich Lothar bleibende Verdienste als Initiator von unzähligen Anträgen zu Israel und zur Stärkung unseres Gemeinwesens verdient gemacht.
Ruhe in Frieden lieber Lothar, ich werde Dein Andenken in Ehren bewahren.