Trump ist nicht so dumm wie seine Kritiker meinen

Kommentar von Historiker Wolffsohn zur Israel-Politik der USA

25.03.2019 | von von Prof. Dr. Michael Wolffsohn

US-Präsident Donald Trump im Mai 2017 bei einem Besuch in der israelischen Hauptstadt Jerusalem, Foto: AFP

Der politische Friedhof ist überfüllt mit denen, die US-Präsident Trump frühzeitig für politisch tot erklärt hatten. Ähnlich überfüllt ist der politische Friedhof mit denen, die seinerzeit US-Präsident Reagan, Kanzler Kohl und jetzt Israels Premier Netanjahu für politisch tot halten oder hielten.

Prof. Dr. Michael Wolffsohn ist Historiker und Hochschullehrer des Jahres 2017, Franz-Werfel-Menschenrechtspreisträger 2018. Bücher u.a. „Zivilcourage“, „Friedenskanzler? Willy Brandt zwischen Krieg und Terror“, „Deutschjüdische Glückskinder“, „Wem gehört das Heilige Land?“, „Zum Weltfrieden“ Foto: picture alliance / Eventpress

Zwar besteht sowohl charakterlich als auch politisch zwischen Trump, Reagan, Kohl und Netanjahu ein himmelweiter Unterschied. Doch politisches Geschick und Strategieverständnis sollte man, gerade als Kritiker oder Gegner, Trump nicht absprechen.

Es mag gefallen oder nicht: Wer Trump gar für dumm hält und meint er sei zu keiner Strategie fähig, irrt. Ob einem die Strategie zusagt oder nicht: Es gibt sie.

Quelle: BILD vom 23.03.2019


« zurück

Keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben:

 

                                  Die E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.