Gegen das Vergessen

Der Handwerkerdienst in Israel

17.04.2012 | von Andrea Messig-Wetzel, Lugau

Mit einem hebräischen Lied ...

Nachdem die Handwerkergruppen der Sächsischen Israelfreunde auf über 40 Personen pro Einsatz angewachsen waren, haben wir uns 2011 entschlossen, wieder verstärkt Kleingruppen nach Israel zu senden. Seit November haben jeden Monat Gruppen mit jeweils acht Handwerkern und Helfern bei Holocaust-Überlebenden gearbeitet.

Unsere Handwerker erlebten die Freude der alten Menschen über den Dienst. Im Januar 2012 nahm eine der Gruppen an einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 70. Jahrestages der Wannsee-Konferenz teil und legte in Yad Vashem stellvertretend für die Sächsischen Israelfreunde e.V. einen Blumenkranz nieder.

Im Februar brach eine Gruppe von Handwerkern gemeinsam mit ihren Söhnen und Töchtern zum Dienst auf. Der Handwerkereinsatz wird mehr und mehr auch ein Dienst gegen das Vergessen. Nun haben wir im März wieder eine große Gruppe geplant, um auch größere Hilfsprojekte in Israel unterstützen zu können. Insgesamt 43 Teilnehmer werden Anfang März für zwei Wochen mit ihren praktischen und handwerklichen Fähigkeiten im Heiligen Land dienen. Natürlich ist diese Hilfe auch wieder für Holocaust-Überlebende bestimmt.

Durch die Vermittlung unserer Partner vor Ort, wie Alla Omelchenko von Machaseh, Elisabeth Schroth von Erev Tov, Naomi und Yudith Setz von der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem, dürfen wir wieder Holocaust-Überlebenden Hilfe und Unterstützung geben. Neben der Renovierung privater Wohnungen wird, wie in den vergangenen beiden Jahren, eine Gruppe in Haifa sein. Dort leistet die Organisation Yad Ezer le Havre von Shimon Shabag eine gesegnete Arbeit. In den vergangenen Jahren wurden in Haifa mehrere Häuser zu altersgerechten kleinen Wohnungen und Zimmern mit Begegnungsräumen für Holocaust-Überlebende umgebaut.

Ein weiteres großes Projekt wartet in der Jerusalemer Altstadt auf die Handwerker. Hier werden wir Christen verschiedener Konfessionen helfen. In den Häusern der Altstadt benötigen viele ältere Bewohner dringend Bäder oder einfach nur altersgerechte Zugänge zu ihren Wohnungen. Die sächsischen Handwerker werden im März ein Pilotprojekt gemeinsam mit der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem und dem Good Samaritian Center starten. Dabei installieren die Handwerker in der Wohnung einer Christin, die schon seit vielen Jahren in der Altstadt lebt, eine Dusche und Toilette. Für andere alte Menschen, die aufgrund der schwer zugänglichen Wege zu ihren Häusern kaum noch die Wohnung verlassen können, werden Holzrampen an den Eingängen der Häuser angebaut.

Neben dem Dienst an alten Menschen werden einige Handwerker und Helfer auch jungen Menschen auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben dienen. Burghard Schunkert arbeitet seit Jahren in Beit Jala bei Betlehem mit behinderten Jugendlichen. Die Organisation Lifegate bildet die jungen Palästinenser in handwerklichen Berufen aus. Zusätzlich bekommen die körperlich und geistig behinderten Jugendlichen Therapien und lernen, mit ihrer Behinderung ein möglichst selbstständiges Leben zu führen.

Im Westjordanland erhalten behinderte Menschen nur wenig Unterstützung. Ein Team aus deutschen und palästinensischen Mitarbeitern sorgt bei Lifegate für die Ausbildung und Rehabilitation der jungen Leute. Ein großes Ausbildungsund Therapiezentrum entsteht momentan in Beit Jala und die Handwerker der Sächsischen Israelfreunde unterstützen den Ausbau dieses Hauses. Hier wird unser Handwerkerdienst auch ein Dienst zur Versöhnung vor Ort sein.

Gerade für den Dienst bei Holocaust-Überlebenden benötigen die Handwerker dringend Spendengelder für Baumaterial und Farbe. Deshalb bitten wir Sie um Ihre Unterstützung. Wenn Sie einen Beitrag zu diesem Dienst leisten wollen, spenden Sie bitte auf folgendes Konto:

Sächsische Israelfreunde e.V. „Helfende Hände“
Konto: 197014610
Bankleitzahl: 87096124
Stichwort: Handwerkerdienst in Israel

Wichtig ist darüber hinaus auch eine Unterstützung des Dienstes im Gebet.
Wenn Sie die Handwerker als Beter unterstützen wollen, melden Sie sich bitte per E-Mail für die Gebetsbriefe an unter: karsten_viertel@web.de


Handwerkereinsatz, Hilfe für Holocaust-Überlebende
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Ulrike Veeh aus Dresden
22.09.2012 23:11 Uhr
Liebe sächsischen Israel-Freunde,
Ende Oktober plane ich eine 8-10tägige Reise nach Israel/ Jerusalem. Ein besonderer Wunsch für diese Reise wäre die Begegnung mit Holocaust-Überlebenden. Da Ihr da schon durch euren Einsatz Erfahrung habt, frage ich an, ob Ihr mir Adressen geben könntet, an wen ich mich mit diesem Anliegen wenden könnte.
Über eine Antwort würde ich mich freuen!
Schalom
Ulrike Veeh

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