Der Tod behinderter Kinder im Dritten Reich wurde lange vertuscht. Sie wurden systematisch von Ärzten und Pflegern ermordet. Ein Zentrum der Kindereuthanasie war Leipzig. Historiker versuchen, die Schicksale der Kinder zu rekonstruieren.
Ärzte und Pfleger töteten im Dritten Reich mindestens 200.000 Menschen: Behinderte, psychisch Kranke oder Menschen, die nicht der Norm entsprachen. Opfer, die man bis 1941 vergaste, sind meist namentlich bekannt. Aber auch danach ging das Morden in den Krankenanstalten weiter. 70 Jahre danach fragen immer wieder Angehörige nach ihren Verwandten.
Allein in Sachsen könnte es über 10.000 getötete Männer, Frauen und Kinder geben, die bislang nicht als Mordopfer identifiziert wurden. Ein Forschungsprojekt der Gedenkstätte für Euthanasieverbrechen in Pirna Sonnenstein will das nun ändern. [...]
Quelle: www.mdr.de
Die Reportage wird am Samstag den 10.August 2013 - 11 Uhr im MDR gezeigt.




