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| Jörg Haller

Treffen der Israelfreunde Norddeutschland

350 Israelfreunde aus Norddeutschland versammeln sich in Hamburg

Ca. 350 christliche Israelfreunde trafen sich am Wochenende auf Einladung des Arbeitskreises Israelfreunde Hamburg mit guter Stimmung in der bald überfüllten, gastfreundlichen Friedenskirche Jenfeld. Es kamen Besucher aus allen großen Städten und Regionen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und dem nördlichen Nordrhein-Westfalen. Insbesondere in den Landeskirchen gibt es zunehmend Christen, die das Thema Israel für sich entdecken und sich mit dem Staat Israel solidarisieren. Als Gäste kamen jüdische Teilnehmer aus der Region und Überraschungsgäste aus Jerusalem, darunter Moshe Gabay und Jeannette Schoonderwoerd - sowie der Schriftsteller Tuvia Tenenbom aus New York, dessen neues Buch „Allein unter Deutschen“ auf der aktuellen Spiegel-Bestsellerliste steht.

Die gemeinsamen Ziele des Treffens: gegenseitiges Kennenlernen, bessere Vernetzung, Gemeinschaft und Gebet, Glaubensstärkung und Vertiefung einzelner theologischer Themen. Horst Krüger sprach zum Thema “Hebräisches Denken” und gab einen Einblick über die Intention und das jüdische Verständnis vieler Bibelstellen – insbesondere über Worte Jesu, die sich dem Bibelleser nicht auf Anhieb erschließen. Das Programm enthielt außerdem Bibelarbeiten mit Israelbezug, Seminare zum Umgang mit Antisemitismus in Gesellschaft und Kirchen, die Rolle der ‘messianischen’ (Jesusgläubigen) Juden heute, Brücken bauen nach Israel... ein weiteres Seminar widmete sich dem Thema „Aufarbeitung der Rolle von Familienmitgliedern in der Nazizeit und deren Auswirkungen“ – ein Thema, zu dem Mut gehört und das sehr emotional berührt, wenn Nachkommen von in der Shoah Ermordeten und Nachkommen von SS-Tätern gemeinsam den Weg der Aufarbeitung gehen. Auf dem Freundestag wurde dazu auch über die Idee für einen Marsch des Lebens in Norddeutschland gesprochen - gemeinsam mit den Gemeinden und unter Leitung der TOS in Tübingen und Pastor Jobst Bittner. Bitte seht euch bei Interesse dazu diesen Film an:

https://www.youtube.com/watch?v=6tJnAi4nhyE oder
https://www.youtube.com/watch?v=MeKFIlXvg-0
(Die Videos sind auch oben eingebettet)

An der Veranstaltung nahmen auch die in Norddeutschland arbeitenden großen Pro-Israel-Werke teil - darunter z.B. der Ebenezer Hilfsfonds Deutschland, die Internationale Christliche Botschaft, Vertreter der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Abisja e.V. und das Internet-TV-Magazin „Eizes Monokel“ (Brauschweig). Yad Ruth e.V. Hamburg (Unterstützung von Holocaustüberlebenden), Amzi und viele weitere Werke. Der Tageskongress war ausgezeichnet organisiert - mit tiefgehenden, kurzweiligen Vorträgen und acht Workshops.

Nach dem Vorbild der „Sächsischen Israelfreunde“ soll die Vernetzung und Zusammenarbeit der israelfreundlichen Christen im Norden in Zukunft weiter ausgebaut werden. Die Teilnehmer fuhren mit vielen guten Impulsen nach Hause und freuen sich auf ein Wiedersehen.

Weitere Fotos der Veranstaltung: www.flickr.com

Medienarbeit / Presse