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| Egmont Prill, Kassel

„Tod dem Zeugen!“

Den Nahostkonflikt auf einer Zeitschriftenseite zu lösen, das ist nicht möglich. Es gibt dicke Bücher und lange Beurteilungen zur Geschichte. Historiker, Politiker, Journalisten beschreiben, was war, was ist und wie Lösungen aussehen müssen. Gelöst wurde der Knoten bisher jedoch nicht. Und so bleibt die Frage: Worum geht es eigentlich?

Wo liegt der Knackpunkt für den Konflikt mit Israel? Es geht nicht zuerst um Bodenschätze, nicht um Land, nicht um Wasser, nicht um Verkehrswege. Manche dieser Fragen wurden ganz passabel geklärt. Und doch gehen die Anfeindungen gegen Israel weiter. Dieser Kampf begann nicht mit der Besatzung im Sechstagekrieg 1967, nicht mit der Staatsgründung 1948, nicht mit dem arabischen Massaker an der jüdischen Bevölkerung in Hebron 1926. Von der Feindschaft gegen Israel lesen wir bereits in der Bibel (Psalm 83). Völker und Staaten rings um Israel kommen zu Wort:

„,Wohlan!`, sprechen sie, ,lasst uns sie ausrotten, dass sie kein Volk mehr seien und des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!’ Denn sie sind miteinander eins geworden und haben einen Bund wider dich gemacht.”

Das Ansinnen, Israel ganz von der Landkarte zu tilgen, ist demnach viel älter als die aktuellen Hasstiraden aus dem Munde Ahmadinedschads und anderer. Eine so genannte „Endlösung“der Judenfrage” steht schon seit Jahrhunderten auf dem Plan der Feinde Israels. Wobei der Psalm deutlich macht: Es geht in erster Linie nicht um das Volk, sondern um den Gott Israels. „Gott, schweige doch nicht! Gott, bleib nicht so still und ruhig! Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, erheben das Haupt. Sie machen listige Anschläge wider dein Volk und halten Rat wider die, die bei dir sich bergen.”

Der Kampf gegen Israel zielt auf Israels Gott. Und weil man den unsichtbaren Gott nicht direkt schlagen kann, schlägt man sein Volk. Der Knoten im Nahostkonflikt ist eine Gottes-frage, die Frage: Wer ist Gott? Diese Frage will der Gott der Bibel klären. Jesaja 43 beschreibt die Szene:

„Alle Heiden sollen zusammenkommen und die Völker sich versammeln. Wer ist unter ihnen, der dies verkündigen kann und uns hören lasse, was früher geweissagt wurde? Sie sollen ihre Zeugen aufstellen und beweisen, so wird man’s hören und sagen: Es ist die Wahrheit.”

Die Völker der Erde sollen kommen, Zeugen für ihre Ideologien und Religionen mitbringen. Diese Zeugen sollen erklären, was früher geweissagt wurde. Sie sollen beweisen, was sie immer wieder sagen: Der Gott Israels ist nicht Gott.

Der Gott Israels hat nur einen Zeugen. Sein Volk Israel. Darum spricht er zu Israel: „Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr wisst und mir glaubt und erkennt, dass ich’s bin. Vor mir ist kein Gott gemacht, so wird auch nach mir keiner sein. Ich, ich bin der HERR, und außer mir ist kein Heiland.”

Die Völker sollen ihre Zeugen aufstellen und der Zeuge Gottes ist allein Israel. [...]

Lesen Sie den ganzen Artikel in der Ausgabe 4|2012.

Foto: Yad Vashem
Medienarbeit / Presse