Mit seinem neuen Buch „Die Decke des Schweigens“ bietet der Gründer und Pastor der Tübinger TOS-Gemeinde den Menschen in unserem Land, ihren Städten und Kirchgemeinden eine schmerzhafte aber umso heilsamere geistliche Wurzelbehandlung, einschließlich geistes- und kirchengeschichtlicher Diagnose an. Sicher hat es immer wieder Publikationen zu unbewältigter Vergangenheit als Ursache für geistliche und andere Blockaden gegeben, aber noch nie in solcher Komplexität und Gründlichkeit wie in Jobst Bittners reichlich 300-seitigem Werk. Die über 200 Verweise und Quellenangaben sowie ein Literaturverzeichnis und eine Liste weiterführender Publikationen und Adressen bieten dem Leser die Möglichkeit, auch die eigene Familiengeschichte weiter zu erforschen, um die „Decke des Schweigens“ über seinem Leben zu zerreißen.
Der evangelische Theologe stellt deutlich heraus, dass die Ursache für die mangelnde Vollmacht des europäischen Christentums im Verlust seiner ursprünglichen jüdischen Wurzeln liegt. Bezüglich der falschen Enterbungslehre, dass die Verheißungen Gottes, die nach biblischem Zeugnis eindeutig den Nachfahren Abrahams, Isaaks und Jakobs bis heute gelten, als „Strafe für den Christusmord“ angeblich an die Kirche übergegangen seien, über immer wieder auffl ammende Verfolgungen der Juden im Zeichen des Kreuzes bis hin zum Holocaust, der größten Katastrophe, die Gottes Volk gerade in deutschem Namen erlitten hat, hält Jobst Bittner uns einen Spiegel vor. Er stellt uns deutlich vor Augen, wie sehr einzelne Menschen, Kirchgemeinden, Städte und Nationen hinter einer Decke des Schweigens über die Verstrickungen in die Verbrechen der Nazis am jüdischen Volk lahm gelegt sind. Dabei bekennt schon König David in Psalm 32,3: „Denn als ich es wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine …“.
Der eine, lebendige Gott, der Himmel und Erde gemacht und der Europa einst der Knechtschaft der heidnischen Götter entrissen hat, der hat seinen Sohn, Jesus Christus, den König der Juden gesandt, der gekreuzigt wurde, um die Sünde der Welt zu sühnen. Doch in Nationen, Städten und Dörfern, Kirchen und Gemeinden, Familien und Menschenherzen, in denen Juden immer noch oder schon wieder unerwünscht sind, wird der König der Juden nicht Einzug halten! An das Verhältnis zum jüdischen Volk hat Gott die Frage von Segen oder Fluch gehängt, Letzteres gemäß biblischer Verheißung bis in die dritte und vierte Generation. Da ist nach dem Krieg im Wirtschaftswunderland Bundesrepublik und auch im DDR-Staat mit seinem verordneten „Antifaschismus“ vieles verdrängt worden, woran die Erben oft bis heute zu tragen haben.
Wie schwer das Nazi-Erbe sein kann, verdeutlicht Bittner an der Stadt Tübingen, die einst Hochburg der national-sozialistischen Ideologie war, die viele Massenmörder hervorgebracht hat. Der erfahrene Seelsorger weiß durch seine Versöhnungsdienste und die seiner Gemeinde am jüdischen Volk aber auch um das traumatische Erbe, das die Überlebenden der Schoah ihren Kindern und Enkeln weitergegeben haben.
Jobst Bittner hat in seinen Ausführungen Gottes Ziel mit uns, mit Opfern und Tätern, deren Kindern und Enkeln, eines fest im Blick, nämlich Freisetzung und Heilung durch Buße und Vergebung. Auf dem Weg zu diesem Ziel ist es notwendig, die Decke des Schweigens, die über Generationen weitergegeben wurde, endlich zu zerreißen! Jesus selbst sagt uns im Johannesevangelium, Kapitel 8, Vers 32 zu: „und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!“ Das vorliegende Buch wird allen eine Hilfe sein, die an dieser Wahrheit und an dem Weg in die Freiheit interessiert sind. Ich kann es nur weiterempfehlen!
Über den Autor:
E-Mail: levyi@netvision.net.il
Jobst Bittner ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Er ist Theologe M.A., gründete 1990 mit seiner Frau Charlotte die TOS in Tübingen und hat weltweit Dienste und Gemeinden aufgebaut.
Weitere Infos unter: www.DieDeckedesSchweigens.de
Jobst Bittner, Die Decke des Schweigens,
Seitenzahl: 320, 16,95 EUR
ISBN: 978-3-9812441-7-5, Best.-Nr.: 880717,
Erschienen: 11.09.2011, TOS Verlag, Eisenbahnstr. 124, D - 72072 Tübingen
Tel.: +49 (0) 7071 / 360-933, Fax: +49 (0) 7071 / 311-79


