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| Matthias Hampel

Der Diamant – „Du bist wertvoll“

Als Goldschmied durfte ich wunderbare Steine in Schmuckstücke einfassen. Bei dieser Arbeit ist mir der Diamant zum Gleichnis geworden. Es gibt Steine, die einen unvergleichlichen Glanz haben, besonders wenn die Sonne direkt auf sie scheint.Der Diamant ist reiner Kohlenstoff, er wird meistens in Vulkanschloten abgebaut. Er kommt aus einer Tiefe von bis zu 700 km. Dort ist er entstanden durch großen Druck und Hitze. Der Vulkan hat ihn dann herausgeschleudert und doch liegt er noch im Dunkel dieser Erde, bis er von den Minenarbeitern herausgesprengt wird. So wie der Stein herausgeholt wird von der Finsternis zum Licht, so haben auch wir die Berufung im Licht zu leben. Wir sind aus der Finsternis des Aberglaubens, der Ideologien, der Freimaurerei oder anderen Bindungen befreit worden.

Wie der Diamant aus dem Muttergestein herausgeschlagen werden muss, so ist es auch bei uns oft ein schmerzlicher Prozess. Der Kristall selbst muss von einem Fachmann gebrochen werden, sonst zerspringt er beim Schleifen. Gott hat mit uns ein großes Ziel, er will uns verändern und so geht es durch den Zerbruch. Unser antigöttliches Wesen soll sterben und Christus wird immer mehr in uns Gestalt gewinnen. Geschliffen wird nur mit dem gleichen Material, mit Diamantstaub. Anderes Schleifmittel ist zu weich. Es sind gerade die Geschwister, die uns ähnlich sind, mit denen haben wir die größten Probleme, sie können uns auch am besten abschleifen. Positiv betrachtet ist es gut, wenn wir uns gegenseitig aufpolieren.

Wenn der Stein gut geschliffen ist, dann bricht er das Licht. Ein gut geschliffener Stein wird alles Licht nach oben refl ektieren. Wenn man ihn gegen das Licht hält, sieht man von hinten nur eine graue Scheibe. Genauso empfangen wir von oben das Wort Gottes. Wir haben die Aufgabe es in unserem Herzen zu entfalten, um es dann zu Gottes Ehre weiterzugeben. Der Diamant hat kein eigenes Licht. Es ist das Licht der Sonne, welches er im Moment empfängt. Er kann es nicht speichern. So ist es auch mit uns. Um Licht der Welt zu sein, brauchen wir ständig die Verbindung mit dem großen Licht Jesus Christus. Der Stein ist im Verhältnis zur Sonne winzig klein. Und doch ist die Sonne in ihm. Was sind wir schon im Verhältnis zu Jesus. Aber er ist in uns und wir sind für ihn sehr wertvoll. Der Wert eines Diamanten hängt auch von seiner Reinheit ab. Je weniger Einschlüsse er hat, umso besser gibt er das Licht ab.

Ein geschliffener Diamant bekommt einen anderen Namen. Es ist nun ein Brillant. Gott hat mit den Menschen einen Bund geschlossen. Und damit nicht nur ihren Namen verändert, sondern auch ihr Wesen. Aus Saulus wird ein Paulus – aus Abram und Sarai werden Abraham und Sarah, und aus Jakob wird Israel. Der Diamant fächert das Licht in den Regenbogenfarben auf. So erinnern diese Farben an den Bund Gottes mit Noah. Der Brillant kann nicht auf der Spitze stehen, um nach oben zum Licht ausgerichtet zu bleiben. Er braucht eine Fassung. Die klassische Fassung hält den Stein mit vier kleinen Kugeln, Körner genannt. Diese vier Körner erinnern mich an die vier Dinge, die uns in der Gemeinde und damit auch in Christus halten. Apostelgeschichte 2,42: „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“ So braucht auch jeder Christ seinen Platz.

Schmuckstücke mit vielen Brillanten haben als Ganzes ihre Wirkung. Wenn einer fehlt, ist dort ein schwarzes Loch. So ist es wichtig, dass jeder Einzelne in der Gemeinde seinen Platz ausfüllt. Einen Brillanten kann man ins Feuer nehmen. Es ist kein Problem, wenn man an dem Schmuckstück noch etwas löten muss. Er muss nur sauber sein. Wenn auf dem Stein ein wenig Seife oder Schmutz haftet und man erhitzt ihn, wird er matt und damit wertlos. Im übertragenen Sinn ist es auch so, dass wir durch ein gereinigtes Herz im Feuer des Leidens nicht verbittert werden. Übrigens gibt es auch synthetische Diamanten mit der gleichen Kristallstruktur, gleichen Härte und dem gleichen Glanz. Unterscheiden kann man sie nur, weil die echten Diamanten unvollkommen sind. Einen Fehler hat jeder natürliche Stein. So ist jeder ein Original Gottes.

Last uns echt bleiben, gereinigt vom Schmutz des Alltags, damit wir Jesus ähnlich werden und sein Licht ausstrahlen können.

Diamant
Medienarbeit / Presse