Einzelansicht

Vortragsabend mit Oliver Vrankovice, Israel

Thema: „Schlafstunde und Zionismus”

Oliver Vrankovic berichtet über die letzten Jeckes, jene deutschen und kulturdeutschen Juden, die in den 30er Jahren nach Palästina geflüchtet sind und zu Mitbegründern des Staates Israel wurden. Sie sind vor den Deutschen nach Palästina geflüchtet, bevor ihnen ihre Heimat zur Mördergrube ohne Entrinnen werden konnte. Obwohl ihnen Deutschland für immer verleidet wurde, kam es für die deutschen Juden nach ihrer Auswanderung zu keinem Ablösungsprozess von ihrem kulturellen Erbe. Der Wechsel von der deutschen in die eretz-israelische Heimat verlief als schwieriger Prozess. Trotz holprig verlaufender Integration haben die Jeckes überproportional viel zur gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung des jüdischen Gemeinwesens und später des jüdischen Staates beigetragen und dadurch Israel auch geprägt.
 

Zum Autor: Oliver Vrankovic lebt seit 12 Jahren in Israel, arbeitet seit 2010 in der Pflege in einem Elternheim der Vereinigung der Israelis mitteleuropäischer Herkunft in Ramat Gan. Im Heim leben Zeitzeugen der Reichspogromnacht und Überlebende des Holocaust. Diese Generation gehört zu den Mitbegründern und Verteidigern des jüdischen Staates. Durch seinen intensiven Kontakt zu Überlebenden der Shoa ist er ein "Zeuge der Zeugen". Außerdem arbeitet er in der Wiener Library, dem größten Holocaust Archiv der Welt, ist freiberuflich als Koordinator von Bildungsreisen tätig und geht einer freiberuflichen journalistischen Tätigkeit nach.

Eintritt frei, zur Kostendeckung Spende erbeten   -   Anmeldung erforderlich

Anmeldung hier!

Veranstalter: Sächsische Israelfreunde e.V.