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Buchlesung - Ausstellung - Vortrag mit Anemone Rüger

Buchlesung mit Anemone Rüger aus ihrem Buch: Da gibt es NICHTS zu erzählen! - Opas Vermächtnis

Samstag 25.09.2021, 18:30 Uhr im Kulturzentrum Erzhammer (Musikzimmer), Buchholzerstr. 2, 09456 Annaberg-Buchholz

Sieben Jahre lang ist Anemone Rüger dem Geheimnis ihres Opas nachgetaucht, das in einem beiläufigen Gespräch an die Oberfläche gestiegen war. „Da gibt es NICHTS zu erzählen!“, hatte Opa immer behauptet, wenn er nach seinem seltenen Nachnamen, Meieranz, gefragt wurde. „OPAS VERMÄCHTNIS“, wie das soeben erschienene Buch mit Untertitel heißt, lüftet den gut getarnten Vorhang und verfolgt Opas Spur - zurück durch eine Generation DDR, durch die qualvollen Jahre der Ostfront und zurück zu einer überraschenden Adresse: Polen. Zurück durch die Vertreibung der Urgroßeltern im Ersten Weltkrieg, zurück durch ein Jahrhundert, in dem Hunderttausende in der aufsteigenden Textilhauptstadt Lodz ihr Glück versuchten, bis in ein kleines Städtchen an der Peripherie, Aleksandrow, wo die Meieranz mit Vornamen Aron und Fayge und Schimon hießen...

Das Buch zeigt an der spannungsreichen Geschichte einer doch nicht „schon immer deutschen“ Familie, wie die dritte Generation unbewusst die Lasten der Opa-Generation trägt, und wie es dieser Enkelgeneration zufällt, den jahrzehntelang verschwiegenen Schmerz und die Schuldgefühle, die ihre Opas und Omas nicht in Worte fassen konnten, zu bewältigen und unter den Dornen der Vergangenheit die Perlen von Heilung und Wiederherstellung zu finden.

Zur Autorin: 

A. Rüger

Anemone Rüger, geboren 1974 bei Chemnitz, ist im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Projektmanagement tätig und setzt sich seit 20 Jahren intensiv mit deutsch-jüdischer Geschichte und Gegenwart auseinander; in den letzten Jahren ist die polnische Dimension hinzugekommen. Nach dem Dolmetschstudium an der Universität Heidelberg sowie einjährigen Auslandsaufenthalten in Israel und in der Ukraine war sie 15 Jahre an den US-Militärstandorten Hanau und Wiesbaden beschäftigt, wo sie 11 Jahre lang den Bereich Public Affairs leitete. Gegenwärtig baut sie ein Projekt für bedürftige Holocaustüberlebende in der Ukraine auf. Darüber hinaus ist sie als Dolmetscherin und Autorin tätig. Für das vorliegende Buch hat sie Tausende von Archivdokumenten studiert und die Geschichten zahlreicher Überlebender in Israel sowie die jüdische Geschichte ihrer polnischen Heimatorte zusammengetragen.

Ausstellung von Anemone Rüger mit Fotografien und Biografien von Holocaustüberlebenden in der Ukraine: "Den Krieg werde ich nie vergessen" und Vortrag zur Ausstellung. 

Ausstellung vom 27.09. - 15.10.2021   &   Vortrag zur Ausstellung am 29.09.2021, 18:00 Uhr 

Ort: Kulturzentrum Erzhammer, Buchholzer Str. 2, 09456 Annaberg-Buchholz

ACHTUNG: Beide Veranstaltungen sind für geimpfte, getestete oder genesene Besucher zugänglich, es wird eine Kontaktnachverfolgung erhoben. Mund-Nasen-Schutz ist nur beim Betreten des Hauses notwendig, während der Lesung jedoch nicht. Beide Veranstaltungen sind im Rahmen des Festjahres kostenfrei.