War die Geburt Jesu zu Sukkot und nicht zu Weihnachten?

Was soll geschmückt werden: der Weihnachtsbaum oder die Sukkah-Hütte?

25.12.2013 | von Michael Schneider, Jerusalem
geschmückte Sukkot-Hütte

geschmückte Sukkot-Hütte

Eine gut begründete Auslegung unter messianischen Juden wirft ein völlig neues Licht auf das Geburtsfest des Herrn – basiert auf Lukas 1 und 1. Chronik 24

Die eingehende Betrachtung der biblischen Texte zur Geburt Jesu und ihrer Vorgeschichte legt den Schluss nahe, dass Jesu Geburt zu Sukkot, dem Laubhüttenfest, geschah – und all das ohne einzugehen, warum der 25. Dezember ein rein römisch-heidnisches Datum ist. Der Gedankengang ist folgender:

1) GEBURT JOHANNES: Gemäß Lukas 1, Verse 5, 8 und 9 diente der Priester Zacharias im Tempel in der Arbeitsschicht des Priesters Abia. Diese Arbeitsschichten sind in 1. Chronik 24,10 erwähnt. (In der darauffolgenden Priesterschicht diente übrigens ein Priester namens Jeschua.)

2) Zacharias bzw. Abias Schicht war die achte, festgelegt auf die zweite Hälfte des vierten Monats, des Tammus (Juni-Juli). Nach biblischer Jahreszählung gab es insgesamt 24 Priesterschichten im Jahr, die erste begann immer im Nissan (März-April), dem ersten biblischen Monat. Jede Schicht dauerte zwei Wochen.

3) Nach Beendigung seines Schichtdienstes im Tempel kam Zacharias mit seiner Frau Elisabeth zusammen (Lukas 1,23ff), woraufhin sie schwanger wurde. Das ergibt den ersten Tag des Monats Aw (Juli-August).

4) Zu Beginn des sechsten Schwangerschaftsmonats (Lukas 1, 26 und 36), wurde ihre Verwandte, die Jungfrau Maria, hebr. Mirjam, schwanger. Das bringt uns in die erste Hälfte des Monats Tewet (Dezember-Januar). Maria „ging mit Eile“ zu ihrer bisher kinderlosen Verwandten Elisabeth, um sie zu besuchen (Vers 39) und ihre eigene freudige Botschaft mitzuteilen. Zur damaligen Zeit dauerte dieser Weg von Nazareth nach Ein Kerem (Jerusalem) einige Tage. Maria vollendete die ersten drei Monate der Schwangerschaft, als Elisabeth Johannes gebar (Verse 56 und 57).

5) Somit wurde Johannes genau in der Mitte des Monats Nissan (so um April), also zu Pessach geboren, wo in der Synagoge am Großen Schabbat Maleachi 3, Vers 23 gelesen wird: „Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare.“ Der „Wegbereiter und Vorbote des Messias“ war geboren, von dem es in Lukas 1,17 heißt: „Und er wird vor ihm her gehen im Geist und in der Kraft des Elia.”

6) Jesus wurde sechs Monate nach Johannes, in der Mitte (Vollmond) des Monats Tischri geboren, zu Beginn des Sukkot-Festes. Neun Monate nach Marias Schwangerschaftsbeginn in der Mitte des Monats Tewet bringt uns dies direkt zu Sukkot, zum 15. Tischri.

FERNER, Auch der Vers in Lukas 2,8 gibt uns ein Hinweis: „Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde“ – dies wäre nicht im Winter möglich! Laut Bibelforscher, war es Sitte die Herden um die Zeit des Pessachfestes (März-April) hinauszuschicken und sie vor dem Regen Mitte Oktober wieder einzusammeln. Gebete um Regen beginnen zu Sukkoth!

2) Oder dass zu gleicher Zeit, während der Geburt in Bethlehem, im ganzem Land Judah eine Volkszählung stattfand. Alle kehrten zu ihren Heimatsorten und während die Familien zusammen waren, und in den Laubhütten saßen, verlangten die Römer die Zählung. Ganz logisch!

3) Wen das immer noch nicht überzeugt, für den fällt mir gerade noch etwas ein: Wir wissen aus der Schrift, dass Jesus im Alter von 30 Jahren sein Wirken und seinen Auftrag auf Erden begann und für dreieinhalb Jahre wahrnahm – bis zur Kreuzigung! Stimmt´s? Wir wissen auch, dass Jesus zu Pessach gekreuzigt wurde und dann drei Tage später auferstand, richtig? – Rechnet man von Pessach aus dreiunddreißigeinhalb Jahre weiter / zurück, kommen wir genau auf SUKKOTH!!

Dazu kommt natürlich, dass es schon gut bekannt ist, dass der 25. Dezember einen heidnische und römische Ursache hat. Im Römischen Reich was es das Datum der Sonnen-Wiedergeburt, dass zur Wintersonnenwende betrachtet /gefeiert wurde. Als das Christentum vom römischen Reich adoptiert wurde, war es bequem und passend, diese heidnische Observanz zur Geburt des Messias umzusetzen – um die Menschenmassen zu gewinnen. Gott hat es zugelassen, aber die Frage ist, ob es jetzt mit den neuen Erkenntnisse nicht Zeit wird, es zu anderer Zeit zu feiern, oder ob überhaupt? Es ist ja nicht laut Bibel befohlen! Da muss man sich ernsthaft vom Heiligen Geist führen lassen – aber weiter im Gebet immer für das Kommen unseres Erlösers danken!

Egal ob unser Messias und Erlöser an Sukkoth oder Dezember geboren ist, die Botschaft bleibt für ewig gültig: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids.“ (Lukas 2,10-11)


Geburt Jesu, Datum, Weihnachten, Sukkot
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Rosmarin aus Schweiz
21.12.2017 04:23 Uhr
Danke für den tollen Bericht. Mögen ihn viele lesen und lernen, denn viele sind total falsch informiert (Kirche)
Beate aus Thüringen
26.02.2017 14:34 Uhr
"Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen" Ja, das macht absolut Sinn, das Jahuschua am Laubhüttenfest geboren wurde. Der, in dem die ganze Fülle der Gottheit wohnte. Der Gedanke, das Gottes Sohn diese "Hütte" ist, durch die Gott mitten unter seinem Volk sein konnte, beschäftigt mich schon einige Zeit. Man sieht es sehr deutlich, wenn man sich mal in die Szene der Tempelreinigung versetzt. Als er die, die aus seines Vaters Haus eine Räuberhöhle und Markthalle mit der Geißel aus stricken vertrieben hatte und im Tor des Tempels stand, spürten diese Leute die Kraft und Macht, die von ihm ausging und liefen angstvoll in alle himmelsrichtungen davon. Wer war hier der wahre Tempel des lebendigen Gottes? Das steinerne Gemäuer, oder die Person des Messias?
Karin weiss aus Waldshut
11.08.2016 06:54 Uhr
Ein sehr gut geschriebener Bericht und es erklärtvgenau, das Weihnachten eigentlich ein heidnisches Fest ist.... Ich selbst hatte lange Mühe damit, diese Tatsache zu akzeptieren, da ich so aufgewachsen bin, aber heute ist es ganz klar.... Danke für diesen Bericht.

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