Handwerker- und Besuchsdienst

Die Sächsischen Israelfreunde erweitern ihren Dienst in Israel

09.11.2012 | von Andrea Messig-Wetzel, Lugau
Hineni Zentrum, Anne Frank Stiftung

Karsten Viertel berichtet über einen Besuch im Hineni-Zentrum, wo im März 2012 Handwerker der Sächsischen Israelfreunde die Räume der Anne-Frank-Stiftung renovierten: „Daniel und Marnix zeigen uns das Geheimnis der Anne Frank. Sie hielt sich am Wort Gottes, der Tora fest.“, Foto: Karsten Viertel

Michael Sawitzki, der Projektleiter des Handwerkerdienstes, freut sich: „Für unsere nächsten Einsätze sind schon fast alle Gruppe komplett!“

Die Hilfsbereitschaft ist unverändert groß, denn für die Handwerkereinsätze von Oktober 2012 bis Mai 2013 haben sich bereits jetzt rund 70 Freiwillige angemeldet. Es werden wie in der vergangenen Staffel jeden Monat eine Kleingruppe mit jeweils acht Handwerkern und Helfern und im März 2013 wieder eine große Handwerkergruppe mit knapp 40 Teilnehmern nach Israel fahren.

Auch der Schwerpunkt des Dienstes liegt wieder in der praktischen Hilfe für Holocaust-Überlebende. Dabei können wir wieder auf die Unterstützung unserer Partner und Freunde vor Ort bauen. Die Internationale Christliche Botschaft, Machaseh, Yad Ezer le Havre in Haifa, das Hineni-Center und die Marienschwestern vermitteln dringende Arbeiten in den Einrichtungen selbst und auch in Wohnungen von Holocaust-Überlebenden.

Neue Anfragen erhielt Michael Sawitzki von den Vereinen Nechama und Ner Ya‘akov. Nechama betreut Überlebende des Holocaust zu Hause. Der Verein ermöglicht den alten Menschen, mit der Hilfe von Freiwilligen, in ihrer gewohnten Umgebung zu leben, auch wenn sie ihren Alltag nicht mehr selbst ausrichten können. Die Unterstützung ist für die Holocaust-Überlebenden kostenlos. Auch Ner Ya‘akov stellt „praktische Hilfe“ für die letzten Zeugen des Holocausts in deren eigenen Wohnungen zur Verfügung. Außerdem unterhält der Verein ein Zentrum für HolocaustÜberlebende, das ein warmherziges und liebevolles Zuhause und ein Ort zur Erholung und für Zeiten der Ruhe sein soll. In diesem Zentrum finden Versöhnungstreffen statt und es kommen Gruppen aus Israel und der ganzen Welt, um sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Wie bereits in der letzten Ausgabe des Le Chaim berichtet, hat Elisabeth Schroth ihre Arbeit an die Sächsischen Israelfreunde übergeben. Mit Hilfe ihrer Unterstützer in Deutschland und vor Ort in Israel werden die Handwerker weiterhin bei den HolocaustÜberlebenden von „Erew Tov, Naomi“ Renovierungen erledigen. Bei der Vermittlung und Kontaktaufnahme wird eine gute Freundin von Elisabeth Schroth, Lilly Menzel aus Jerusalem, helfen. Lilly Menzel ist selbst eine Überlebende des Holocaust.

Über die praktische Hilfe hinaus sollen aber auch die Besuchsdienste von Elisabeth Schroth weitergeführt werden. Regelmäßige Besuche, Vertrauen und Beziehungen aufbauen und eine dauerhafte Begleitung der alten Menschen braucht Leute, die ständig vor Ort sind. Das können die Handwerkergruppen nicht leisten. Für diesen Dienst wollen Ruth und Jochen Peter Gottes Ruf nach Jerusalem folgen. Das Ehepaar aus Thüringen bereitet sich momentan darauf vor, Anfang 2013 nach Israel zu gehen. Jochen Peter wird dann die Handwerkergruppen in der Vorbereitung unterstützen und Ruth will den Besuchsdienst übernehmen. In der Vorbereitung bittet das Ehepaar um Gebetsunterstützung für die Gewährung des Visums, die Finanzierung und die Organisation zuhause und in Jerusalem.

Für die Handwerkergruppen selbst suchen wir noch Maler, Baufachleute und Installateure. Vor allem in den Gruppen im Februar und Ende April/Anfang Mai sind weitere Anmeldungen herzlich willkommen. [...]

Weitere Informationen und Termine finden Sie unter: www.israel-handwerkerreise.de

Lesen Sie den ganzen Artikel in der Ausgabe 4|2012.


Handwerkerdienst, Israel, 2013
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