Handwerker- und Besuchsdienst

Helfen – Trösten – Versöhnen

23.07.2013 | von Andrea Messig-Wetzel, Lugau
Freude durch die Handwerkerdienste

Die Freude und Dankbarkeit der Bewohner spüren und erleben unsere Handwerker bei ihren Einsätzen.
(Bild: Karsten Viertel)

Die Peters

Jochen und Ruth Peter aus Zeulenroda werden für die Sächsischen Israelfreunde als Volontäre in Jerusalem einen Besuchsdienst für Holocaust-Überlebende aufbauen und die Handwerkereinsätze vorbereiten und begleiten. (Bild: privat)

Ein weiteres Jahr des Handwerkerdienstes liegt hinter uns. Von Oktober 2012 bis Mai 2013 waren neun Gruppen mit insgesamt 101 Handwerkern und Helfern in Israel unterwegs. Aus Sachsen und vielen anderen Bundesländern, aber auch aus der Ukraine, aus Rumänien und aus Spanien machten sich die Handwerker auf, Holocaust-Überlebende und hilfsbedürftige Menschen in Israel zu unterstützen.

Teamleiter übernehmen Verantwortung für unsere kleinen Teams

Neben einer Gruppe von fast 40 Teilnehmern im März arbeiteten die Handwerker in den anderen Monaten in kleinen Teams von acht oder neun Personen. Wir danken allen Teilnehmern aber auch unseren Betern und Spendern, dass sie diesen Dienst ermöglichen und mit tragen. Viele Helfer fahren schon seit einigen Jahren immer wieder nach Israel, um den Menschen dort zu dienen. Dank ihrer Erfahrung ist es uns möglich, nun so viele kleinere Gruppen auszusenden, da uns einige dieser erfahrenen Handwerker als Teamleiter unterstützen.

Somit danken wir ganz besonders Uwe Albert, Uwe Görner, Volker Rabe, Heribert Schreier, Karsten Viertel, Dieter Werner und Volker Ziehr und natürlich auch ihren Familien für ihren verantwortungsvollen Dienst. Die Teamleiter sind für die Gruppen verantwortlich, sie organisieren die einzelnen Baustellen, schaffen Material herbei, übernehmen oftmals den Fahrdienst, entscheiden über die Ausgaben und sind in Freud und Leid Ansprechpartner für die weiteren Teammitglieder. Karsten Viertel beschreibt seine Eindrücke als Teamleiter im Januar 2013 wie folgt:

„Mein Eindruck ist insgesamt Staunen und große Dankbarkeit. Dass es mir nicht allein so geht, zeigen die Reaktionen der anderen Teilnehmer im Nachgang unseres Einsatzes. Ganz offensichtlich hat unsere Gruppe dieses Jahr eine Extra-Portion von Gottes Segen abbekommen. Sehr hilfreich war für uns alle, dass wir uns bereits im Vorfeld intensiv kennenlernen konnten und die Aufgabenverteilung in der Gruppe bereits vorher ziemlich klar war.

Eine unschätzbare Hilfe war für mich die Kassenverwaltung und die Schriftführung durch Susanne sowie das Abwechseln beim Fahrdienst mit Udo. Das Gebet der Frauen, die dabei waren, haben wir ganz besonders gespürt. Dort, wo wir Männer noch an Lösungen gearbeitet und manchmal auch nicht nur die freundlichsten Worte gefunden haben, da waren sie längst beim Beten für uns und das jeweils aktuelle Problem. Das Beten trägt spürbar.“

In diesem Jahr haben wir uns besonders auch über Teilnehmer wie Susanne Buschner, Roland Manske und Siegfried Rathfelder gefreut, die für mehrere Wochen den Handwerkerdienst in Israel begleiteten und so auch Bindeglied zwischen den nacheinander folgenden Gruppen waren.

Schenkende werden beschenkt

Die Handwerker und Helfer wollen dem Volk Israel dienen und tun dieses unter dem Bibelwort: „Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott.“ aus Jesaja 40,1. Ohne einen Lohn zu erwarten, opfern die Helfer ihre Zeit und ihr Geld. Sie wollen etwas geben und erhalten dabei Dankbarkeit und Segen. So schreibt ein Ehepaar: „Es war in allem eine sehr gesegnete Zeit, insbesondere unser Dienst bei Sonya, Boris und Michael in Jerusalem. Als Ehepaar arbeiteten wir zusammen mit anderen Helfern.

Wir haben uns dort in der Wohnung der Familie Stück für Stück vorgearbeitet, bis fast alle Zimmer inklusive Flur und Balkon renoviert waren. Wir spachtelten, strichen, machten wieder sauber, erneuerten Silikonfugen in Bad und Küche und machten verschiedene kleinere Reparaturen, wie zum Beispiel eine Gartenbank wieder schön. Das Eigentliche und Wertvolle bei all dem war aber die Gemeinschaft, die wir mit der Familie, besonders mit Sonya haben durften. Sie hat uns oft mit ihren strahlenden Augen angeschaut und dann umarmt. Immer wieder hat sie ihrem (und unserem) HERRN Jeschua gedankt und Ihn gelobt.

Für sie war die Renovierung der Wohnung in Bezug auf das bevorstehende Pessach-Fest ein großes Geschenk, weil sie aufgrund ihres Alters und Kraftvermögens auch vieles nicht mehr tun konnte. Mehrmals sagte sie: ‚Ihr wisst gar nicht, was das alles für mich bedeutet, dass ihr das für uns tut. Es ist auch Heilung für mein Herz.‘ Und wieder streckte sie ihre Arme nach oben zum Dank und Lob. Für sie waren diese Tage wie ein besonderer Gottesdienst, den der HERR ihr schenkte.

Anfangs haben wir nur Englisch gesprochen, dann kamen immer öfter Wörter in Jiddisch dazu. Auch ihr Mann und ihr Sohn haben sich zunehmend geöffnet und beim Abschied war auch in ihren Gesichtern ein gewisses Strahlen zu erkennen. An unserem letzten Tag hatten wir noch eine gute Gebetszeit zusammen, in der wir auch füreinander Segensgebete gesprochen haben. Sonya hüpfte vor Freude. Der Abschied ist uns schließlich nicht so leicht gefallen. Wir sind so dankbar für diese Begegnung und staunen, wie der Herr auf so verschiedene Art und Weise Herzen berühren und verändern kann. Wir selbst sind auch als Beschenkte nach Hause geflogen. DANKE JESUS!!!“

Ohne Netzwerk geht es nicht

Neben den Handwerkern, Helfern und Teamleitern ist unsere Projektgruppe in Sachsen Dreh- und Angelpunkt des Handwerkerdienstes. Unter der Leitung von Michael Sawitzki planen mehrere ehrenamtliche Mitarbeiter die Einsatzorte und Projekte, organisieren die Flüge und Unterkünfte und halten unser Gebetsnetzwerk auf dem Laufenden, informieren Spender und Interessierte und kümmern sich um finanziellen Mittel.

Unschätzbar wertvoll sind aber auch die vielen Organisationen und Einzelpersonen in Israel, die uns mit den hilfsbedürftigen Menschen zusammenbringen und uns ihre Türen öffnen. Seit vielen Jahren arbeiten wir mit der Internationalen Christlichen Botschaft in Jerusalem zusammen und dort besonders mit Yudit Setz, die viele Holocaust-Überlebende betreut. Auch Alla Omelchenko und Lena Grushko von Machaseh sind enge Partner. Sie geben Holocaust-Überlebenden und sozial Benachteiligten psychologische Hilfe und vermitteln uns Menschen, die unsere praktische Hilfe dringend benötigen.

Auch andere Vereine wie Yad Ezer le Havre in Haifa, der Verein Holocaust-Überlebender in Jerusalem, Hineni, der Kibbuz Bet-EL, die Foundation for the Benefit of Holocaust Victims in Israel nehmen unseren Dienst für Holocaust-Überlebende in Anspruch. Über Sozialarbeiter in Gilo oder einzelne Helfer in Israel wie Inge Buhs, Christa Behr, Familie Menczel und Familie Moser bekommen wir immer wieder Kontakt zu Menschen, die unsere Unterstützung brauchen. Daneben arbeiten die Handwerker aber auch für Organisationen wie Life Gate oder Seeds of Hope, die in den palästinensischen Gebieten Friedens- und Versöhnungsarbeit leisten.

Und unser Netzwerk wächst weiter. Regelmäßig bekommen wir Anfragen, die wir mit dem jetzigen Umfang des Handwerkerdienstes nicht alle erfüllen können. Deshalb wollen wir die regelmäßige Aussendung kleiner Teams verstärken und mit Volontären vor Ort eine direkte Organisation der Projekte und einen Besuchsdienst aufbauen.

Der Handwerkerdienst wächst und ein Besuchsdienst ist im Aufbau

Bereits in der letzten Ausgabe berichteten wir über das Ehepaar Jochen und Ruth Peter, die einem Ruf in unseren Dienst folgen wollen. Sie haben sich in einem Interview und auf unserer Israelkonferenz in Burkhardtsdorf vorgestellt. Wir planen, die beiden bis Herbst dieses Jahres nach Israel zu senden. Jochen soll die Vorbereitungen für die Handwerker direkt von Jerusalem aus übernehmen.

Ruth möchte den Besuchsdienst von Elisabeth Schroth weiterführen. Parallel zu den laufenden Vorbereitungen für ihren Einsatz bauen wir im Moment einen Spenderkreis auf, der ihren Dienst mit tragen hilft. Die Sächsischen Israelfreunde können den Dienst als Verein finanziell nicht allein tragen. Deshalb bitten wir dringend auch um finanzielle Unterstützung. Der Kreis, aus dem Elisabeth Schroth ihre Unterstützung erhielt, hilft uns bereits, eine kleine Wohnung in Jerusalem zu unterhalten.

Damit ein Ehepaar in Israel leben kann, reichen die Spenden allerdings nicht. Unser Ziel ist es, monatlich 4.000 Euro zu sammeln, um Unterkunft, Verpflegung, Versicherungen und ein Auto bereit zu stellen. Dieser Spenderkreis sollte für die nächsten zwei Jahre bestehen. Wer regelmäßig oder auch einmalig für den Besuchs- und Handwerkerdienst von Jochen und Ruth Peter spenden möchte, kann seinen Beitrag auf folgendes Konto überweisen.

Sächsische Israelfreunde e. V.
„Hände zum Leben“
Kontonummer: 197 014 610
Bankleitzahl: 870 961 24
Kreditinstitut: Volksbank Mittweida eG
Spendenzweck: Spenderkreis Besuchsund
Handwerkerdienst

Jochen und Ruth Peter bitten aber vor allem um Unterstützung im Gebet. Wir haben deshalb einen Verteiler für einen regelmäßigen Gebetsbrief eingerichtet. Der Gebetsbrief wird an alle per E-Mail versandt, die sich hier anmelden »


Helfende Hände, Handwerkerdienst, Israel, Ruth und Jochen Peter
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Müller Ulrike und Toni aus 72584 Hülben Baden Württemberg
26.11.2013 17:34 Uhr
Wir haben als Familie Interesse an einem Arbeitseinsatz nächstes Jahr in den Pfingstferien.
Würden uns über eine Info sehr freuen ;-)
Herzliche Grüße Ulrike Müller und Familie

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