Handwerk und Gebet für Israel

03.11.2013 | von Andrea Messig-Wetzel, Lugau
Handwerker der Sächsischen Israelfreunde (Bild: Ilona Rothin)

Handwerker der Sächsischen Israelfreunde (Bild: Ilona Rothin)

Nun ist es wieder soweit – nach einer Sommerpause startet die neue Saison unseres Handwerkerdienstes. Von Oktober 2013 bis Anfang Juni 2014 fahren sieben Gruppen mit jeweils acht Teilnehmern und eine Gruppe mit 30 Handwerkern nach Israel. Dort werden sie wieder Wohnungen von finanziell armen Menschen und Räumlichkeiten sozialer Einrichtungen renovieren. Bereits jetzt haben sich etwa 80 Teilnehmer angemeldet und die geplanten Gruppen sind fast vollständig.

ORA ET LABORA – Aufruf zum Gebet

So wichtig, wie der Dienst unserer Handwerker in Israel, ist auch der Dienst unserer Beter zu Hause. Es gibt immer wieder Anfechtungen, die sich verschieden äußern. Da gibt es Gruppen, die kein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln. Sie strahlen weniger Offenheit und Freude aus und das wirkt sich wiederum auf den Eindruck aus, den die Handwerker bei den Menschen hinterlassen, denen sie helfen. Aber auch Krankheit – und sei es nur eine leichte Erkältung – macht die Arbeit schwerer. Auch die Teamleiter haben viele Aufgaben, die sie manches Mal an den Rand der Belastbarkeit bringen. Es gibt viele Stellen, an denen der Handwerkerdienst Angriffspunkte bietet. Im Gebet können wir Gott bitten, diese Stellen besonders zu schützen.

Wichtig ist auch, dass die Gebete bereits Wochen vor der Abreise beginnen. In diesen Wochen werden Entscheidungen über die Projekte und Einsatzorte getroffen, die Gruppen lernen sich kennen und die Teilnehmer müssen gesund bleiben und nicht mit Problemen belastet werden. Aber auch nach der Rückkehr der Handwerker muss das Gebet weitergehen. Die entstanden Beziehung sollen gestärkt werden und die Handwerker müssen ihren Weg zurück in den Alltag finden. All das sollten wir immer wieder vor Gott bringen.

Jochen und Ruth Peter – Aufbruch nach Jerusalem

In den letzen Ausgaben des „LeChaim“ und in unseren Spendenaufrufen haben wir das Ehepaar Jochen und Ruth Peter aus Förthen bei Zeulenroda vorgestellt. Sie werden ab Oktober die Handwerkergruppen direkt von Jerusalem aus unterstützen. Noch ist ihr Dienst nicht finanziert, aber die beiden wollen bereits im Oktober nach Israel aufbrechen. Sie wurden von den Sächsischen Israelfreunden auf der Jahreshauptversammlung am 14. September 2013 ausgesandt und vom Vorstand für ihren Dienst gesegnet.

Wir rufen weiterhin zu Dauerspenden für Ehepaar Peter auf, damit ihr Einsatz ab Januar 2014 finanziell gesichert ist. Jochen Peter wird zwei Handwerkergruppen leiten. Außerdem bereitet er ab Oktober 2013 die Einsatzstellen direkt von Jerusalem aus vor. Organisationen wie Beth El, Machaseh, die Internationale Christliche Botschaft in Jerusalem, die Marienschwestern, GAIN – Helping Hands, Hineni und andere haben Besuchsdienste bei Holocaust-Überlebenden.

Diese Organisationen sind unsere Partner in Israel und fragen den Handwerkerdienst immer wieder an. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern wird Jochen Peter die Einsätze der Handwerker planen. Er wird Wohnungen und Einrichtungen besichtigen, die Arbeiten planen, Material organisieren und den Handwerkern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Mit seinem Einsatz vor Ort entlastet er unsere Partner von vielen organisatorischen Aufgaben, die sie für die Vorbereitung der Handwerker- Projekte bisher übernehmen mussten.

Ruth Peter will den Besuchsdienst von Elisabeth Schroth fortführen. Sie wird zu den Holocaust- Überlebenden gehen, bei denen die Handwerker in den vergangenen Jahren gearbeitet haben. Mit ihrem Dienst will sie als Zuhörerin, Trösterin aber auch als Helferin im Haushalt für die alten Menschen da sein. Die Zeit von Oktober bis Dezember 2013 soll für Familie Peter als Anlaufphase oder, wie Ruth Peter es formulierte, als „schonender Anfang“ dienen.

Bilder sollen sprechen

Ob der Anfang für Jochen und Ruth „schonend“ verläuft, wird sich zeigen. Denn neben den ersten Handwerkergruppen im Oktober und November hat sich ein Filmteam um die Regisseurin Ilona Rothin angekündigt. Mit ihrem Film über Sarah Atzmon „Holocaust light – Gib es nicht!“ hat sie eine eindrucksvolle und bewegende Dokumentation der Künstlerin abgeliefert.

Nachdem Ilona Rothin auf den Handwerkerdienst aufmerksam wurde, drehte sie darüber einen kurzen Film für die Sächsischen Israelfreunde. In einem neuen halbstündigen Film für den MDR will sie nun dokumentieren, wie die Handwerker mit ihrem Dienst versuchen Holocaust-Überlebenden zu helfen und damit zu trösten und zu versöhnen. Der Sendetermin auf MDR ist für den 26. Januar 2014 um 22:00 Uhr geplant.

Spenden

Wie in jedem Beitrag rufen wir zu Spenden für den Handwerkerdienst und ganz besonders zu monatlichen Spenden für den Langzeiteinsatz von Jochen und Ruth Peter auf.
Sächsische Israelfreunde e.V.
„Hände zum Leben“
Kontonummer: 197 014 610
Bankleitzahl: 870 961 24
Kreditinstitut: Volksbank Mittweida eG
Spendenzweck: Spenderkreis Besuchs- und Handwerkerdienst

Gebetsbrief

Der Gebetsbrief für den Handwerkerdienst wird an alle per E-Mail versandt, die sich unter Newsletter anmelden.


Hände zum Leben, Handwerkerdienst, Israel
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