Gebet für Israel

06.08.2012 | von Christa Gerloff

Foto: gerloff-pics.com

Über 100 Raketen sind in einer Woche vom Gazastreifen auf Südisrael abgefeuert worden. Es gab, soweit ich weiß, nur einen Verletzten. Wir müssen weiter für Bewahrung beten und danken. Heute sind drei Brände in der Gegend von Jerusalem gelöscht worden. Auch das ist ein ernsthaftes Gebetsanliegen für den kommenden Sommer. Es wird vermutet, dass es sich um Brandstiftungen handelt. Schon lange mache ich mir Gedanken darüber, wie wir für die Situation der afrikanischen Flüchtlinge in Israel beten sollen. Ihre Zahl wächst jeden Tag. Sie gelangen durch die Sinaihalbinsel nach Israel, wo bis jetzt noch keine vollständige Barriere entlang der israelisch-ägyptischen Grenze gebaut ist. Diese Barriere wird momentan wegen der komplizierten Situation in Ägypten errichtet und wird auch eine wichtige Rolle dabei spielen, den Flüchtlingsstrom aus Afrika nach Israel einzudämmen.

Die Einwohner von Tel Aviv, Eilat und anderen Städten beschweren sich, dass ihre Straßen und Parks von hungrig umherlungernden schwarzen Männern überfüllt sind, die keine Arbeit haben und in verlassenen Gebäuden wohnen. Sie fürchten sich vor zunehmender Kriminalität. Flüchtlinge, die durch gewalttätige Auseinandersetzungen mit Beduinen im Sinai verletzt oder krank in Israel ankommen, erhalten medizinische Versorgung. In manchen Fällen sind das komplizierte Operationen, die niemand bezahlen kann. So tragen die israelischen Krankenhäuser, die oft überfüllt sind und der eigenen Bevölkerung nicht ausreichend dienen können, auch noch diese Last. Bis jetzt war die israelische Regierung sehr entgegenkommend und hat täglich zwei Busse mit Afrikanern nach Tel Aviv transportiert. Das Problem, wie diese Menschen ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen, wurde aber nicht gelöst.

Bürgerproteste haben dazu geführt, dass sich die Regierung bemüht, diese Migranten in ihre Länder zurück zu bringen. Dass ist aber nur im Fall des Süd-Sudan möglich. Zehntausende von Eriträern und Nord-Sudanesen können nicht abgeschoben werden. Betet für die Weisheit der Verantwortlichen. Wir wissen, dass der Herr einzelne Menschen in ihrer Not sieht und ihm der Schicksal dieser Menschen nicht gleichgültig ist. Doch kann Israel nicht die Probleme Afrikas lösen. Es wird uns nichts anderes übrig bleiben, als auch für Afrika zu beten.

Lasst uns zum Beispiel für eine positive Entwicklung des Süd-Sudans beten, dass in absehbarer Zeit die Grenze zu Ägypten geschlossen wird und der Strom illegaler Eindringlinge nach Israel aufhört, dass die Regierung Israels weise mit den Flüchtlingen verfährt, die sich schon im Land befinden.


Raketenbeschuss, Flüchtliche, Kriminalität
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