Erneute Flottille auf dem Weg nach Gaza

30.06.2011 | von Krista Gerloff

Gaza-Flottille vom 31.05.2010

Liebe Freunde!

Israel steht vor großen Herausforderungen. In den nächsten Tagen soll wieder eine Flottille nach Gaza kommen, dieses Mal von Athen aus. Das erklärte Ziel dieser Aktion ist die israelische Seeblockade zum Gazastreifen zu durchbrechen. Soweit mir bekannt, wird dieses Ziel nicht einmal mehr unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe verfolgt. Beteiligt sind islamische Organisationen und westliche Aktivisten aus verschiedenen Ländern. Nach israelischen Angaben wurden Säcke mit Schwefel auf einem der Schiffe gefunden und gedroht: Dieses Mal werden viele israelische Soldaten verletzt werden!

Ich möchte kurz an die Gründe der Blockade erinnern:

  • Die Hamasregierung in Gaza erklärt weiterhin, dass sie Israel vernichten möchte und nie sein Existenzrecht anerkennen wird.
  • Israel wird aus dem Gazastreifen mit Raketen beschossen
  • Terroristen versuchen dauernd über die Grenze von Gazastreifen nach Israel zu gelangen.
  • Die Hamas hält schon fünf Jahre lang den israelischen Soldaten Gilad Schalit gefangen, ohne jeden Kontakt zur Außenwelt. Kürzlich hat Hamas erneut einen Besuch des Roten Kreuzes abgelehnt. Niemand weiß in welchem Zustand er sich befindet.

Es macht mich sehr traurig, westliche Frauen zu sehen, die mit Genuss an dieser Provokation gegen Israel, die Menschenleben kosten kann, teilnehmen. Bei der letzten Aktion wollte ich noch glauben, dass die westlichen Aktivisten naiv seien. Nachdem aber alle Fakten bekannt wurden, kann niemand, der an so einer Provokation teilnimmt, mit Naivität entschuldigt werden.

Eine Sache habe ich hier in Israel verstanden: Der Westen ist aus jüdischer Sicht christlich. Christen und Moslems ziehen wieder an einem Strang gegen Israel. Israel wäre eher überrascht wenn es anders wäre. Die Konsequenzen sind weitreichend. Die christliche Welt präsentiert zweitausend Jahre den Juden einen Messias, der sie hasst. Das kann natürlich nicht der verheißene Messias sein, der zu Israel kommt, um es zu retten.

Wie können wir da beten?

Betet, dass keine israelischen Soldaten schwer verletzt werden oder gar umkommen. Das Leiden des jüdischen Volkes ist schwer zu ertragen. Warum sollten unnötig junge Menschen Ihr Leben verlieren, für einen Spaß westlicher Aktivisten?

Im Frühjahr haben wir Auschwitz besucht. Johannes hat einen Vortrag vor Schülern gehalten, an dem auch ein jüdischer Geschichtslehrer teilgenommen hat. Als Johannes erzählte, dass aus der Marmara den israelischen Soldaten zugerufen wurde: „Geht zurück nach Auschwitz“, habe ich Tränen in den Augen dieses älteren Mannes gesehen. Ich bin überzeugt, dass diese Tränen bei Gott gezählt sind und wir - Tschechen, Deutsche, Kanadier usw., die an solchen Aktionen teilnehmen, - einmal zu Rechenschaft gezogen werden.

Betet, dass das Gewissen der Beteiligten geweckt wird. Manche Schiffe, wie die „Marmara“ können offensichtlich aus technischen Gründen nicht fahren. Es gibt Probleme mit den Versicherungen. Mögen die Versicherungen diese Provokation nicht unterstützen.

Krista Gerloff


Israel, Gaza
« zurück
Christel Weniger aus Chemnitz
08.04.2012 19:34 Uhr
Liebe Geschwister, verschickt diesen Artikel an andere Beter und Gebetsgruppen. Wenn wir Beter uns nicht gegen diese Provokation einsmachen vor Gott und für sein Volk Wächter auf der Mauer sind, wer dann????

Kommentar schreiben:

 

                                  Die E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.