Das erste Handwerkerteam dieses Jahres berichtet aus Israel

Wenn sich die Wolken an die Berge vor Jerusalem schmiegen…

22.03.2016 | von Andrea Messig-Wetzel, Lugau
Blick auf die judäischen Berge vom neuen Domizil der Handwerker aus

Blick auf die judäischen Berge vom neuen Domizil der Handwerker aus

Handwerk einmal anders: … Sonnhild frisiert Ida, während die Handwerkergruppe ihre Wohnung renoviert.

Handwerk einmal anders: … Sonnhild frisiert Ida, während die Handwerkergruppe ihre Wohnung renoviert.

Ruth und Jochen Peter vor dem neu angemieteten Haus der Sächsischen Israelfreunde in Givat Jearim bei Jerusalem

Ruth und Jochen Peter vor dem neu angemieteten Haus der Sächsischen Israelfreunde in Givat Jearim bei Jerusalem

…dann sitzen wir gerade am frühen Morgen zur Bibelarbeit, berichteten die Handwerker, die im Januar 2016 in Israel arbeiteten. Das Ende 2015 gemietete Haus in Givat Jearim bietet Jochen und Ruth Peter sowie unseren Handwerkern ein schönes und großes Heim. Aber es bietet auch ein noch nie dagewesenes Bild, was einzigartig ist, berichten die Handwerker weiter. „Die Panoramafenster des Hauses eröffnen einen Blick von Ost nach West, der mit dem Aufgang der Sonne seine Krönung findet. Noch nie fühlten wir uns so im Einklang mit dem Gott Israels und seinem Land. Wenn dann auch noch Wetter dazu kommt, man das Schauspiel des Windes mit den hinaufsteigenden Wolken beobachtet, den gegen die Scheiben trommelnden Regen erlebt, als wolle er Einlass erzwingen und letzten Endes auch noch Schnee und Hagel durch ihr unaufhörliches Peitschen am Fenster deutlich machen, welche Energie sie mitführen, dann kann sich jeder vorstellen, was für ein erhebendes Gefühl das ist, nur eine Nasenspitze entfernt und durch eine Glasscheibe getrennt, diesen Urgewalten Gottes zu begegnen und doch geschützt zu sein.

Und so haben wir auch diese Tage erlebt. Es sind die immer wiederkehrenden kleinen und größeren Sticheleien des Zweifels, die uns die Freude am Herrn und am Glauben rauben und zunichte machen wollen. Auch wir haben das zu spüren bekommen, als die ersten Nachrichten von zu Hause kamen, die nicht so schön waren. Wir haben es hier auch erlebt. Gott mutet es uns zu und gibt uns auch die Kraft, den anderen zu stützen, im Gebet die Familie mit zu tragen und Trost zuzusprechen. Auch der gesundheitliche Zustand von Ruth bewegt uns sehr. Alles was wir tun konnten, hat sie von uns empfangen. Was für eine Bestätigung des Glaubens wäre es gewesen, eine spontane Heilung zu erleben, denn der Herr hat ja die Möglichkeiten dazu. Und dennoch an Gottes fehlerfreiem Handel festzuhalten und mit dem Bewusstsein zu leben: Wir sind doch hier für ihn und sein Volk unterwegs. Könnte er es uns nicht ersparen? Er könnte es, aber er mutet es uns zu. Es ist immer wieder erstaunlich, zu welch einer intensiven Gemeinschaft eine Handwerkergruppe neben den praktischen Einsätzen in dieser kurzen Zeit werden kann. Im Singen, Beten, Nachdenken über Gottes Wort und im Anteilnehmen am Schicksal des anderen verstärkt sich dieses Empfinden jeden Tag. Aber das Feuer Gottes brennt in unserem Herzen!

Unser erster Einsatz führte uns zu Jefsey, einem 92-jãhrigen Holocaustüberlebenden. Auf der Fahrt nach Pisgat Zeev, im Norden Jerusalems, übergeben wir Gott alle Begegnungen und Arbeiten. Wir wollen IHM dienen und SEINE Liebe in Demut weitertragen. Volker, unser Teamleiter, meistert die anspruchsvolle Fahrt durch die Großstadt mit Bravour! Von Jefsey werden wir sehr herzlich begrüßt. Er erzählt uns, dass seine Frau vor zwölf Jahren starb und seitdem alle Gardinen nicht gewaschen wurden. Das Bad vermittelte uns den gleichen Eindruck. Eigentlich schrie die ganze Wohnung nach Sauberkeit und Erneuerung! Jefsey lebte die letzten fünf Jahre ohne warmes Wasser. Dank Spendengeldern bekam er nun einen Boiler. Der Abfluss in der Küche war sehr stark verstopft. Mit großer Geduld und Ideenreichtum kümmerten sich unsere Fachmänner um dieses Problem. Wir weinten mit Jefsey gemeinsam vor Freude und Trauer. Unsere dunkle Vergangenheit bekam plötzlich ein Gesicht durch ihn. Immer wieder sagte er auf Polnisch: „Ja nje ponemaju!“ – auf Deutsch:„Ich verstehe das nicht!“ Er sagte auch mehrmals, dass er 90 Jahre lang nicht so gute Menschen gesehen habe, schüttelte dabei seinen Kopf und lief hin und her. Unsere Hilfe hat sein Herz berührt, und nach dem dreitägigen Einsatz bei ihm fiel uns allen der Abschied sehr schwer.

Unser zweiter Einsatz für gut zwei Tage fand bei Ida statt. Sie hat mit ihren zwei Schwestern und ihrem Vater das KZ Auschwitz überlebt. Seit vielen Jahren ist sie Witwe, aber wir erlebten sie als fröhliche und keinesfalls verbitterte Frau. Wir staunten nicht schlecht, mit welchem Elan diese fast 90-Jährige, Computer- fitte Frau ihren Alltag meistert. Bei ihr konnten wir in einigen Zimmern malern, putzen und Kleinigkeiten reparieren. Gespannt hörten wir zu, als sie uns mit in ihre Lebensgeschichte nahm. Auf ihre Frage: „Warum tut Ihr das alles?“, haben wir geantwortet: „Weil wir Euch lieben.“ Darauf sagte sie nickend: „Das sehe ich!“ Das hat uns sehr gefreut, und mit Tränen in den Augen können wir nur über Gottes Wirken staunen. Ida freute sich besonders über was Angebot von Sonnhild, die als gelernte Friseurin ihre Haare frisieren konnte. Voller Freude begutachtete sich Ida im Spiegel und nahm gleich den neu mitgebrachten Lippenstift in Gebrauch. Mit so kleinen Geschenken, die die zwei Frauen unserer Gruppe vorbereitet in ihrem Gepäck mitbrachten, konnten wir große Freude hinterlassen. Außerdem fanden wir auch immer wieder Gelegenheiten, gemeinsam mit den alten Leuten zu singen.“

Im Januar 2016 trafen sich alle Gruppen, die in diesem Jahr nach Israel zum Einsatz fahren, in der Villa Markersdorf. Im Rahmen dieses Vorbereitungstreffens schalteten wir per Videokonferenz zu Jochen und Ruth nach Jerusalem, sodass sie uns live vor Ort berichten konnten. Leider erhielten wir die Nachricht, dass Ruth krank ist. Im Laufe des Einsatzes der Januargruppe verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand immer mehr. Jochen schrieb, dass der Besuch bei zwei Ärzten in Israel die Grenzen der sprachlichen Verständigung und der Andersartigkeit des Gesundheitssystems aufzeigte. Nach Rücksprache mit verschiedenen Freunden vor Ort und dem Vorstand der Sächsischen Israelfreunde entschieden sich Jochen und Ruth nach Deutschland zurückzukehren, damit Ruth sich hier ärztliche Hilfe holen kann. Momentan wird sie in Deutschland behandelt. Wir bitten alle dringend für ihre Gesundheit und Heilung zu beten. Bis dahin werden Ruth und Jochen Peter bis auf unbestimmte Zeit in Deutschland bleiben.

Wir bitten deshalb auch besonders für die nun veränderte Situation in Israel zu beten, da die Gruppen vor Ort wieder auf sich gestellt sind und es momentan nur eine Koordination von Deutschland aus geben wird. Wir hoffen auf Gottes Leitung und Heilung und rufen zu ihm „Danke, Vater in den Himmeln, das du da bist. Baruch ata Adonai, Elohejnu, Melech Ha Olam.“

Einen Dank senden wir an die Marienschwestern, die uns 2015 ihr Haus in Jerusalem zur Verfügung gestellt haben, an alle Handwerker und Helfer für ihren Einsatz im vergangenen Jahr und besonders an die Januar-Gruppe, die Ruth und Jochen in ihrer ungewissen Situation unterstützt haben. Die Handwerkergruppen sind bis November 2016 bereits gut mit Helfern besetzt. Wir suchen aber noch dringend Handwerkermeister und -gesellen, vor allem Maler, die eine qualitativ gute Ausführung unserer Projekte anleiten können. Wer uns unterstützen möchte, kann sich gern bei Michael Sawitzki melden. Die Kontaktdaten und alle Unterlagen und Informationen stehen unter http:// www.zum-leben.de/reisen/handwerkerdienst/. Über diese Internetseite kann man sich auch schon für die Einsätze 2017 anmelden. Bis Anfang April sollten die Anmeldungen und die neuen Fragebögen für nächstes Jahr an Michael Sawitzki versendet werden. Die Gruppen für 2017 sind für folgende Zeiträume geplant: 14.-28. Januar, 11.-25. Februar, 11.-25. März, 15.-29. April, 13.-27. Mai, 10.-24. Juni, 14.-28. Oktober und 11.-25. November 2017

Für die Handwerkereinsätze in den nächsten Monaten, für den Gesundheitszustand von Ruth Peter, auch für die nun veränderte Situation bei Jochen Peter sowie für den Vorstand und die Mitarbeiter der Sächsischen Israelfreunde bitten wir dringend um Gebetsunterstützung. Wir alle haben die Führung Gottes und die Erfüllung seiner Zusagen nötig! Außerdem sind wir dankbar über jede einmalige oder regelmäßige Spende, die Sie gern auf die folgende Bankverbindung einzahlen können:

Sächsische Israelfreunde e.V.
„Hände zum Leben“
Konto: 90061941 BLZ: 87096124
IBAN: DE16 8709 6124 0090 0619 41
BIC: GENODEF1MIW
Kreditinstitut: Volksbank Mittweida eG
Spendenzweck: Spenderkreis
Besuchs- und Handwerkerdienst

Michael Sawitzki
Koordination Handwerkerdienste
Rochlitzer Straße 6
09236 Claußnitz/Germany
Telefon: 0049 (0) 37202 2549
Telefax: 0049 (0) 37202 2553
Mobil: 0049 (0) 172 1004311
Mobil Israel: 00972 (0) 52 6315529
E-Mail: m.sawitzki@zum-leben.de


Handwerkerdienst, Israel, 2016
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Böhme aus Chemnitz
22.05.2016 14:33 Uhr
Lieber Herr Gotter,ich war gestern spontan zum Nachmittagsteil der Israelkonferenz u. bin tief berührt u. erfüllt wieder nach Hause gefahren.Ich möchte ihnen allen von Herzen danken ,dass sie sich so enorm ,mit soviel Liebe u. Kraft einsetzen.Ich fand das Gebet für das Ehepaar Peters so tröstlich,das war so echt u. gar nicht aufgesetzt. Auch den Bericht von Rick Wienicke ,einfach unbeschreiblich ,wie Gott an Menschen wirkt.Ich wollte gern das Buch von Rick Wienicke kaufen,habe es aber nicht gefunden.Können Sie mir da weiter helfen?In Gedanken u. im Gebet war ich heute bei der Veranstaltung.Ich wünsche Ihnen u. allen Mitstreitern weiterhin Weisheit u. Kraft ,das sicher enorme Arbeitspensum zu bewältigen. Danke u. Gott segne Sie . mit lieben Grüssen Tabea Böhme
Böhme aus Chemnitz
22.05.2016 14:33 Uhr
Lieber Herr Gotter,ich war gestern spontan zum Nachmittagsteil der Israelkonferenz u. bin tief berührt u. erfüllt wieder nach Hause gefahren.Ich möchte ihnen allen von Herzen danken ,dass sie sich so enorm ,mit soviel Liebe u. Kraft einsetzen.Ich fand das Gebet für das Ehepaar Peters so tröstlich,das war so echt u. gar nicht aufgesetzt. Auch den Bericht von Rick Wienicke ,einfach unbeschreiblich ,wie Gott an Menschen wirkt.Ich wollte gern das Buch von Rick Wienicke kaufen,habe es aber nicht gefunden.Können Sie mir da weiter helfen?In Gedanken u. im Gebet war ich heute bei der Veranstaltung.Ich wünsche Ihnen u. allen Mitstreitern weiterhin Weisheit u. Kraft ,das sicher enorme Arbeitspensum zu bewältigen. Danke u. Gott segne Sie . mit lieben Grüssen Tabea Böhme
Böhme aus Chemnitz
22.05.2016 14:33 Uhr
Lieber Herr Gotter,ich war gestern spontan zum Nachmittagsteil der Israelkonferenz u. bin tief berührt u. erfüllt wieder nach Hause gefahren.Ich möchte ihnen allen von Herzen danken ,dass sie sich so enorm ,mit soviel Liebe u. Kraft einsetzen.Ich fand das Gebet für das Ehepaar Peters so tröstlich,das war so echt u. gar nicht aufgesetzt. Auch den Bericht von Rick Wienicke ,einfach unbeschreiblich ,wie Gott an Menschen wirkt.Ich wollte gern das Buch von Rick Wienicke kaufen,habe es aber nicht gefunden.Können Sie mir da weiter helfen?In Gedanken u. im Gebet war ich heute bei der Veranstaltung.Ich wünsche Ihnen u. allen Mitstreitern weiterhin Weisheit u. Kraft ,das sicher enorme Arbeitspensum zu bewältigen. Danke u. Gott segne Sie . mit lieben Grüssen Tabea Böhme

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