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Schwibbögen leuchten wieder im Erzgebirge

Am Sonntag Abend sah ich einen Bericht im Fernsehen, dass ein Bewohner aus Schlettau die Menschen im Erzgebirge dazu aufrief, wieder die Schwibbögen in ihre Fenster zu stellen und sie in der Zeit von 21 bis 23 Uhr leuchten zu lassen. "Es ist Zeit, Zuversicht an den Nachbarn, in die Region, Deutschland und die Welt zu senden", hieß es in dem Fernseh-Bericht.

Anschließend bemerkte ich, dass bei einigen meiner Nachbarn die Schwibbögen, die wir sonst nur vom 1. Advent bis ins neue Jahr aufstellen, bereits wieder in den Fenster leuchteten. Es beeindruckte mich und ich fand die Idee genial und stellte daraufhin unsere Schwibbögen auch wieder in die Fenster.

Etwas später rief mich meine Freundin Maria aus Venusberg an und erzählte mir, dass sie ebenfalls die Schwibbögen wieder aufgestellt haben. Das war echt bewegend. Nicht nur der Corona-Virus verbreitet sich schnell, sondern auch der Aufruf für Zuversicht,  Verbundenheit und Hoffnung durch´s LICHT.

Die Schwibbögen entstanden um 1740 in Johanngeorgenstadt. Es waren die Bergleute, die tief im Glauben standen und dankbar waren, wenn sie das Tageslicht wieder sehen konnten. Der Bogen symbolisiert den Eingang des Stollens und die Lichter bedeuteten für sie eine tiefe Hoffnung.
 
Bei der momentanen Ausgangseinschränkung in Sachsen, ist es für uns ebenfalls ein Symbol der tiefe Verbundenheit zu unseren Mitmenschen, dass wir gemeinsam in dieser Zeit für einander da sind. Es kann ein Telefongespräch sein, dass Licht bringt. Es kann ein Gebet sein, dass zum Licht wird.

Licht erleuchtet in jedem Fall die Dunkelheit, auch in Zeiten von Corona. Und bedeutet für uns Christen Hoffnung, Wärme, Geborgenheit. In der Bibel, Johannes 8 V.12, sagt Jesus: „Ich bin das Licht der Welt …“.

Die Erfahrung mit dem Licht "Jesus" wünschen wir allen Mitmenschen.

 

Karin & Andreas Weiß, Breitenbrunn