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Frühlingserwachen in Givat Yearim

Unsere HILTI, sie hat´s gewusst. Irgendwann kommt so viel Sonne, dass es sich lohnt aus dem Haus zu gehen, oder mit dem Haus? Es hatte lange und viel geregnet in den ersten Wochen dieses Jahres. Und wir?
Hatten lange Unterhosen an, natürlich haben wir´s niemandem erzählt, wäre ja peinlich.
Zwei Gruppen von mutigen Handwerkern haben sich getraut in jenen kalten Monaten nach Israel zu kommen. Sie haben diesmal jede Menge Tapete enttapeziert, Spachtel gespachtelt und frische Farbe gefarbt, Putz geputzt und viel gutes Essen gegessen.
So sieht es jetzt bei Elena aus.

Zwei Gruppen von mutigen Handwerkern haben sich getraut in jenen kalten Monaten nach Israel zu kommen. Sie haben diesmal jede Menge Tapete enttapeziert, Spachtel gespachtelt und frische Farbe gefarbt, Putz geputzt und viel gutes Essen gegessen.
 
Das verrückte Jahr kündigte sich mit einem verrückten Verkehrsunfall an. Wir waren auf der Fahrt nach Sderot. An einer Kreuzung nahm uns ein junger Mann die Vorfahrt und unser aller Fahrt war sehr plötzlich zu Ende. Der Airbag hat schlimmeres verhindert.
Das Auto steht jetzt auf dem Autofriedhof, wir mussten es sozusagen beerdigen. Inzwischen haben wir einen neuen Gebrauchten vor dem Haus stehen, auch Dank eurer Unterstützung. Ohne fahrbaren Untersatz ist unsere Arbeit nicht denkbar. Es geht also weiter.

Das Schabbatessen ist immer ein Hit! Es wird mit viel Liebe zubereitet, schließlich geht es um die
Königin Schabbat, die empfangen wird. Hier gibt es Schakschukka. Rezept gefällig? Vielleicht.

Jerusalem

Bei jedem Besuch dieser alten Stadt gibt es etwas Neues zu sehen.  Beim Besuch einer alten Dame, die aus ihrer Wohnung ausziehen musste, kamen wir an diesem interessanten Bauwerk vorbei. Hier hat sich jemand sehr viel Mühe gemacht und mit viel Fantasie eine kleine orientalische Stadt, Burg, was auch immer, gebaut. Da es hier keinen Frost gibt, kann man so ziemlich drauflos bauen, wie man sieht.

Purim

Überraschender Besuch zu Purim. Nicht nur die Kinder lassen sich originelle Verkleidungen einfallen. Unsere Freundin hat echten Spaß daran sich an diesem Tag mit der Königin Esther über den Sieg zu freuen, den das Volk Israel damals über den Feind Haman errungen hatte. Esthers Haltung: „Komme ich um, dann komme ich um“. Könnten wir auch so ähnlich denken? Herausfordernd.

Grosse Dinge erfordern grosse Bilder. Die Suppenküche in Sderot wird geputzt.
Kein einfaches Unterfangen, aber mit Bravour gemeistert. Ist schon erstaunlich
wo überall die Sächsischen Israelfreunde so ihre Nasen reinstecken.

Zum Arbeiten gehört auch Pause machen. Fahren wir doch mal kurz in die Wüste. Das da ist kein Raketenstartplatz, sondern ein modernes Solarkraftwerk mit tausenden von Sonnenspiegeln, mit Lichtspiegelung.

Hinter der Maske ist nicht Corona, sondern Henrike. Besuchsdienst „Spezial“. Die Besuche haben erst mal ein Ende. Trotzdem freuen sich unsere Holocaustüberlebenden über einen Anruf. Wie
auch in Deutschland sind alle sozialen Kontakte fast auf Null. Was geht - Einkaufen und an die Tür hängen.

Liebe Freunde,
in diesem Brief geht es nicht ohne Wehmut, und das hat auch zum Teil mit Corona zu tun.
Die letzten Bilder zeigen die momentane Situation in unserem Haus. Es ist nicht mehr lange „unser“. Wir werden diesen Standort aufgeben und in den Norden gehen. Dort gibt es eine Stadt namens Maalot. Viele Holocaustüberlebende leben dort in renovierungsbedürftigen Wohnungen. Es wird ein kleineres Haus geben, was auch kostengünstiger ist. Handwerker werden auch zukünftig in Maor und Sderot eingesetzt, wenn es denn wieder weiter gehen kann. Bis dahin bereiten wir den Umzug vor und halten alle möglichen Verbindungen aufrecht. Last uns gemeinsam weiterarbeiten an Gottes Lieblingsprojekt.

Bis auf diverse Zahnschmerzen bei Jochen sind wir ok. Im Haus gibt es genug zu tun. Ein Spaziergang jeden Tag verhindert den Hausarrestkoller. 100 Meter sind gestattet, links, rechts oder nach oben? Für einen Wassereinbruch bei einer Freundin darf es schon mal etwas mehr sein. Erste Hilfe sozusagen. Was auch kommen mag, mit Gott unterwegs zu sein bedeutet: bereit für Überraschungen. Und in Israel sowieso. Wir sind gespannt, wie es weiter geht. Ganz herzliche Grüße und Schalom

von Henrike und Jochen

 

Hier gibt es den Bericht auch noch einmal als PDF.

 

 

Hausschildkröte HILTI
So schick ist es jetzt bei Elena
Kurz nach dem Unfall
Schakschukka in einer großen Pfanne
Putzarbeiten an der Suppenküche in Sderot
So sieht sie aus, die Stein- wü ste von „Sde Boker“
Besuchsdienst „Spezial“